Anzeige
 

EU-Sojaschrotimporte steigen 2025/26 auf 19,5 Mio. Tonnen an

Die Nachfrage nach Sojaschrot in der Europäischen Union bleibt hoch, da die Preise attraktiv sind und alternative Schrote knapp verfügbar sind. Dies führt dazu, dass die EU weiterhin zu den größten Abnehmern weltweit gehört.

Erhöhte Importprognosen für 2025/26

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine Erwartungen für die Sojaschrotimporte der EU im Wirtschaftsjahr 2025/26 um eine Million Tonnen erhöht und rechnet nun mit insgesamt 19,5 Millionen Tonnen. Ein schneller Beginn der Saison trägt wesentlich zu diesem Anstieg bei.

Konkurrenzfähige Preise und begrenzte Alternativen

Der Marktanteil von Sojaschrot wächst, da Raps- und Sonnenblumenschrot nur in geringem Umfang verfügbar sind. Zudem haben die Importpreise der EU, gemessen in cif, erstmals seit 2019/20 einen Durchschnittspreis von unter 400 USD pro Tonne erreicht. In Zeiten hoher Preise lagen diese Werte deutlich höher, was Sojaschrot auch zukünftig zu einer preislich attraktiven Option machen dürfte.

Importstatistiken bestätigen Nachfrage

Laut aktuellen Daten der EU-Kommission, die zwischen Juli 2025 und Februar 2026 erhoben wurden, importierte die EU-27 insgesamt 11,2 Millionen Tonnen Sojaschrot. Diese Zahl liegt leicht unter den 11,7 Millionen Tonnen des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Brasilien als Hauptlieferant

Brasilien bleibt mit einem Anteil von rund 51 % der größte Lieferant von Sojaschrot an die EU und lieferte etwa 5,7 Millionen Tonnen. Argentinien folgt mit einem Anteil von etwa 36 % bei vier Millionen Tonnen. Die Ukraine konnte ihre Exporte ebenfalls steigern und lieferte mit einem Plus von 44 % gegenüber dem Vorjahr insgesamt 619.000 Tonnen. Andere Herkunftsländer wie Indien und Paraguay haben kleinere Anteile am Markt.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

Russische Weizenpreise steigen wegen Wetterchaos

Schwierige Wetterbedingungen in den wichtigsten Exportregionen treiben die Preise für russischen Weizen nach oben. Stürme im Schwarzen Meer und Eis im Asowschen...

USDA investiert 212 Mio. Dollar in Agrarexporte

Die USA bauen ihre Unterstützung für den Export von Agrarprodukten deutlich aus. Mehr als 212 Millionen US-Dollar stellt das Landwirtschaftsministerium bereit, um...

Preise für Jungbullen und Schlachtkühe stabil, Kälberpreise steigen

Der Markt für Schlachtrinder zeigt derzeit eine interessante Dynamik. Obwohl das Angebot an Rindern gering bleibt, was weiteren Preisrückgängen entgegenwirkt, bleibt der...

Lebensmittelpreise steigen im Januar 2026 um 2,1% gegenüber Vorjahr

Die jüngste Entwicklung auf dem Markt für Lebensmittel zeigt einen deutlichen Preisanstieg: Im Januar 2026 verteuerten sich pflanzliche und tierische Produkte um...

EU-Sojaschrotimporte steigen 2025/26 auf 19,5 Mio. Tonnen an

Die Nachfrage nach Sojaschrot in der Europäischen Union bleibt hoch, da die Preise attraktiv sind und alternative Schrote knapp verfügbar sind. Dies...