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Gerstenernte 2025 weltweit gestiegen: EU-27 führt mit Rekordplus

Die weltweite Gerstenproduktion hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Mit einem globalen Volumen von 154 Millionen Tonnen liegt die Ernte um 10,3 Millionen Tonnen über der des Vorjahres, so die Einschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA). Besonders bemerkenswert ist der Produktionszuwachs in der Europäischen Union, wo ein Plus von 5,7 Millionen Tonnen zu verzeichnen ist. Auch in Russland, Kanada und Australien stiegen die Erträge erheblich.

Steigender Verbrauch trotz hoher Lagerbestände

Trotz der reichhaltigen Ernte wird zum Ende des Wirtschaftsjahres mit höheren Lagerbeständen gerechnet als im Vorjahr. Dies könnte eine Reaktion auf die ebenfalls gestiegene Nachfrage sein. Weltweit wird ein Verbrauch von 150 Millionen Tonnen prognostiziert, was einen Anstieg um 4,6 Millionen Tonnen im Vergleich zu 2024/25 darstellt.

Regionale Unterschiede in Produktion und Nachfrage

Nicht alle Regionen konnten jedoch von einer besseren Ernte profitieren. In der Türkei und im Vereinigten Königreich fielen die Erträge niedriger aus. Besonders in der Türkei sank die Produktion um 1,4 Millionen Tonnen. Diese Verluste wurden jedoch durch das Wachstum in anderen Regionen mehr als ausgeglichen.

Die Europäische Union bleibt mit einem Verbrauch von 56 Millionen Tonnen an der Spitze der Nachfrageliste. Innerhalb der EU wird ein Verbrauchszuwachs von 3,1 Millionen Tonnen erwartet. Auch Russland plant mit einem gesteigerten Bedarf von 1,5 Millionen Tonnen.

Zukunftsausblick für den Gerstenmarkt

Trotz des positiven Trends bei Ernte und Verbrauch könnten Herausforderungen auf dem Weltgerstenmarkt bestehen bleiben. Die ungleiche Verteilung der Produktionssteigerungen sowie mögliche Auswirkungen auf die Preisstabilität sind Punkte, die weiterhin beobachtet werden sollten.

Laut Experten könnte eine strategische Anpassung der Lagerpolitik erforderlich sein, um sowohl den heimischen als auch den globalen Markt ausgewogen zu versorgen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich diese Prognosen bewahrheiten und wie sich dies auf die Agrarpolitik weltweit auswirken wird.

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