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Lebensmittelpreise steigen im Januar 2026 um 2,1% gegenüber Vorjahr

Die jüngste Entwicklung auf dem Markt für Lebensmittel zeigt einen deutlichen Preisanstieg: Im Januar 2026 verteuerten sich pflanzliche und tierische Produkte um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese neue Datenlage veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 17. Februar 2026.

Unerwarteter Anstieg nach ruhigem Jahresende

Nachdem die Teuerung von Lebensmitteln gegen Ende des Jahres 2025 zurückgegangen war, zeigten die Preise zu Beginn des neuen Jahres eine starke Aufwärtsbewegung. Im Dezember 2025 lag der Anstieg der Lebensmittelpreise im Vergleich zum Vorjahr bei lediglich 0,8 %. Der sprunghafte Anstieg im Januar lässt den Unterschied besonders drastisch erscheinen, da der Preisindex für Lebensmittel im gesamten Jahr 2025 keinen niedrigeren Wert als im Januar aufwies.

Einfluss auf die Gesamtinflation

Laut Ruth Brand, Präsidentin von Destatis, lag der Preisanstieg bei Lebensmitteln zwischen September und Dezember 2025 noch unter der allgemeinen Inflationsrate. Für den Januar 2026 wurde jedoch eine Gesamtinflationsrate von ebenfalls 2,1 % verzeichnet, was die Bedeutung des aktuellen Preisanstiegs bei Lebensmitteln verdeutlicht.

Besondere Preisentwicklungen im Detail

Ein Blick auf spezifische Produktgruppen zeigt deutliche Unterschiede in der Preisentwicklung. Süßwaren wie Zucker, Marmelade und Honig wurden gegenüber dem Vorjahresmonat um durchschnittlich 10,9 % teurer. Auch Obst (+6,1 %), Eier (+12,5 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+4,9 %) verzeichneten spürbare Preissteigerungen.

Kostensenkungen bei bestimmten Produkten

Trotz des allgemeinen Aufwärtstrends gab es auch Produkte mit sinkenden Preisen. Speisefette und Speiseöle sind um 20,1 % günstiger geworden. Auch Molkereiprodukte (-3,5 %) und Kartoffeln (-10,1 %) wurden preiswerter.

Jahresvergleich und Auswirkungen auf die Wirtschaft

Die jährliche Inflationsrate für das Jahr 2025 betrug insgesamt 2,2 %, wobei die Nahrungsmittelpreise nur um 2,0 % stiegen. Diese Entwicklung trug dazu bei, den Druck auf die Gesamtinflation in Deutschland zu verringern. Dennoch gibt der aktuelle Preissprung Anlass zur Sorge über mögliche wirtschaftliche Auswirkungen.

  • Süßwaren: +10,9%
  • Eier: +12,5%
  • Molkereiprodukte: -3,5%
  • Kartoffeln: -10,1%

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