Im Jahr 2025 konnte die Molkerei Arla einen bemerkenswerten Umsatzrekord von 15,1 Milliarden Euro verzeichnen, was einem Anstieg gegenüber den 13,8 Milliarden Euro im Vorjahr entspricht. Besonders hervorzuheben ist der Erfolg im Bereich der Zutaten für proteinreiche Sportlernahrung, der maßgeblich zum Gesamtergebnis beitrug.
Erfolge in der Protein-Sparte
Arla Foods Ingredients (AFI), eine Tochtergesellschaft von Arla, erzielte einen Umsatzsprung um 43,1 %, was auf die weltweit steigende Nachfrage nach hochwertigen Proteinen zurückzuführen ist. Die Integration des Geschäftsbereichs Whey Nutrition von Volac, nun als AFI Felinfach bekannt, hat ebenfalls zu diesem Wachstum beigetragen. Für die Zukunft erwartet das Unternehmen weiterhin einen positiven Trend in diesem Segment.
Laut CEO Peder Tuborgh zeigt die Leistungsfähigkeit des Unternehmens im Jahr 2025, dass deren strategische Ausrichtung greift und die Marktposition gestärkt wurde. Zudem wurden Schritte hin zu einer nachhaltigeren Unternehmensführung unternommen.
Anstieg des Milchleistungspreises
Der Durchschnittspreis für Milch stieg auf 56,4 Cent pro Kilogramm, wozu eine vom Aufsichtsrat vorgeschlagene Nachzahlung von 2,2 Cent pro Kilogramm beiträgt. Über diese Nachzahlung soll in Kürze endgültig entschieden werden. In Deutschland lag der Preis für konventionelle Milch bei durchschnittlich 55,1 Cent pro Kilogramm, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt.
Zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen
Trotz der positiven Ergebnisse bleiben Herausforderungen bestehen. Die Fusion mit der DMK Group wird noch geprüft und könnte erst in der ersten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein. Unabhängig davon plant Arla Investitionen in Höhe von 731 Millionen Euro, um die Verarbeitungskapazitäten zu erweitern.
Nachhaltigkeitsfortschritte und Marktausblick 2026
Arla hat im vergangenen Jahr seine Emissionen weiter gesenkt und Fortschritte im FarmAhead-Programm erzielt. Die Emissionsintensität pro Kilogramm Milch wurde um 0,4 % reduziert. Für das kommende Jahr prognostiziert das Unternehmen volatile Marktbedingungen aufgrund hoher Milchmengen auf dem Weltmarkt.
Trotz dieser Herausforderungen rechnet Arla mit einem mengenbasierten Umsatzwachstum von 1,0 bis 3,0 %. Das Unternehmen strebt zudem Einsparungen zwischen 90 und 110 Millionen Euro durch das Effizienzprogramm „Fund our Future“ an.
