Die Pelletspreise in Deutschland haben im Februar 2026 einen bemerkenswerten Anstieg verzeichnet. Der Durchschnittspreis für lose Pellets hat die Marke von 400 Euro pro Tonne überschritten, ein Niveau, das seit zweieinhalb Jahren nicht mehr erreicht wurde. Besonders betroffen sind Verbraucher, die auf Sackware setzen, deren Kosten ebenfalls signifikant gestiegen sind.
Winterwetter und knappe Vorräte treiben Preise in die Höhe
Der sprunghafte Preisanstieg wird maßgeblich durch das kalte Winterwetter und die angespannte Marktlage verursacht. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, was die Preise weiter in die Höhe treibt. Laut Experten von Heizpellet24 hatten viele Kunden auf einen milden Winter spekuliert und wurden von den steigenden Preisen überrascht, da ihre Vorräte schneller als erwartet zu Neige gingen. Zudem belasten Exporte deutscher Pellets ins europäische Ausland, wie etwa nach Polen, den heimischen Markt zusätzlich.
Pelletpreise erreichen Höchststand seit Juni 2023
In der dritten Februarwoche lagen die Preise für lose Pellets bei einer Abnahme von sechs Tonnen einschließlich Einblaspauschale bei über 400 Euro. Dies entspricht dem höchsten Stand seit Juni 2023. Sackware kostet im Durchschnitt sogar 417 Euro je Tonne. Viele Konsumenten mussten aufgrund des unerwartet hohen Verbrauchs durch den kalten Winter ihre Strategie ändern und kurzfristig zu höheren Preisen nachkaufen.
Kaufzurückhaltung bei Verbrauchern
Zwar wurden im Januar und Februar vermehrt Holzpellets gekauft, doch Mitte Februar zeigt sich eine deutliche Kaufzurückhaltung unter den Verbrauchern. Das Kaufbarometer von Heizpellets24 weist darauf hin, dass die Bereitschaft zum Kauf trotz der hohen Preise fast gegen Null geht. Viele Verbraucher hoffen auf einen Preisrückgang bis zum Ende der Heizperiode im April.
Blick auf den europäischen Markt
Die gesteigerte Nachfrage in Polen, einem wachsenden Markt für Biomasseheizungen, verstärkt den Druck auf den deutschen Pelletmarkt weiter. Währenddessen beobachten deutsche Verbraucher die Marktentwicklung sehr genau und wägen ab, ob sie jetzt oder später kaufen sollen.
Insgesamt zeigt sich der Pelletmarkt derzeit volatil und stark wetterabhängig. Preisbewusste Verbraucher könnten kurzfristig auf Sackware ausweichen, um ihre Bestände bis zum Sommer zu strecken und auf sinkende Preise zu warten.

