CNH Industrial, ein bedeutender Akteur in der Landtechnikbranche, steht weiterhin vor finanziellen Herausforderungen. Der Konzern hat für das vierte Quartal 2025 einen Rückgang des Nettogewinns auf 89 Millionen US-Dollar (75,3 Millionen Euro) gemeldet, was einem deutlichen Rückgang im Vergleich zu den 176 Millionen US-Dollar im Vorjahr entspricht. Trotz dieser Gewinnminderung konnte jedoch ein leichter Umsatzanstieg von sechs Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2024 verzeichnet werden.
Umsatzentwicklung und regionale Unterschiede
Im Gesamtjahr 2025 sank der Konzernumsatz um neun Prozent auf 18,10 Milliarden US-Dollar. Besonders in Nordamerika zeigte sich ein deutlicher Rückgang bei den Verkäufen von Traktoren mit mehr als 140 PS um 31 Prozent. Auch die Nachfrage nach weniger stark motorisierten Schleppern und Mähdreschern ging deutlich zurück. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) einen bemerkenswerten Anstieg der Mähdrescherverkäufe um 40 Prozent, während die Nachfrage nach Traktoren dort um acht Prozent sank.
Jahresabschluss und finanzielle Kennzahlen
Der Jahresüberschuss von CNH betrug im Jahr 2025 505 Millionen US-Dollar, was einen Rückgang im Vergleich zu den 1,26 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2024 darstellt. Der Gewinn pro Aktie fiel entsprechend von 0,99 auf 0,41 US-Dollar. Gerrit Marx, CEO von CNH, betonte jedoch die Fortschritte des Unternehmens in einem schwierigen Marktumfeld und hob die Reduzierung der Lagerbestände sowie Qualitäts- und Betriebsoptimierungen hervor.
Zukunftsaussichten und Herausforderungen für 2026
Blickt man auf das Jahr 2026 voraus, so zeigt sich ein eher gedämpftes Bild. CNH erwartet keine signifikante Verbesserung der Nettoverkäufe in der Agrarsparte und rechnet damit, dass diese das Niveau des Vorjahres möglicherweise nicht erreichen werden. Die Herausforderungen für Landwirte bleiben bestehen: niedrige Erzeugerpreise und hohe Betriebskosten erschweren die Planungssicherheit.
Die Nachfrage nach Landtechnik wird laut CNH in Nordamerika wahrscheinlich weiter zurückgehen. In der Region EMEA erwartet man hingegen eine gewisse Stabilität. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plant CNH eine Produktion auf niedrigem Niveau sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz. Es wird prognostiziert, dass sich die Nachfrage nach Landtechnik erst wieder im Jahr 2027 erholen könnte.
