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Algerien kauft EU-Weizen: Regen verzögert Brasiliens Soja-Ernte

Die jüngsten Entwicklungen an den Agrarmärkten zeigen eine gemischte Lage mit unterschiedlichen Trends in den verschiedenen Sektoren. Weizen und Ölsaaten stehen dabei besonders im Fokus der Händler.

Algerien zeigt Interesse an EU-Weizen

Der Weizenmarkt hat sich nach den Verlusten der Vortage leicht erholt. An der Euronext stieg der Preis für den Frontmonat März um 1 € auf 190,50 €/t. Auch an der CBoT verzeichnete Weizen einen Anstieg, wobei die Kurse um 9 Cent auf 5,37 US-$/t (166 €/t) zulegten. Marktexperten berichten von einem gesteigerten Kaufinteresse, was durch internationale Ausschreibungen bestätigt wird. Insbesondere Algerien scheint laut Berichten erneut in Frankreich Weizen erworben zu haben.

Regen verzögert Sojabohnenernte in Brasilien

Starke Regenfälle in Zentralbrasilien haben die Ernteaktivitäten erheblich beeinträchtigt, was sich auf die Preisentwicklung auswirkte. Die Sojabohnenkurse an der CBoT stiegen um 1,5 Cent auf 11,24 US-$/t (348 €/t), da Verzögerungen bei den brasilianischen Exporten erwartet werden. Dies könnte zu einer verstärkten Nachfrage nach US-amerikanischen Sojabohnen führen. Der Rapsmarkt hingegen zeigte Schwäche; der Mai-Kontrakt fiel um 0,75 € auf 487 €/t.

Ukrainische Mausernte noch nicht abgeschlossen

In der Ukraine steht die Maisernte weiterhin aus, wobei noch rund sieben Prozent der Felder darauf warten, geerntet zu werden. Die ukrainische Regierung rechnet mit einem Abschluss im März und erwartet zwar einen Rückgang der Qualität, jedoch keine signifikanten Einbußen bei der Produktionsmenge. An den Märkten führte dies zu einem leichten Rückgang bei den CBoT-Mais-Futures um 1,25 Cent auf 4,27 US-$/t (142 €/t).

Kartoffelmarkt ohne Auftrieb

An der Leipziger Börse bleibt das Handelsvolumen für Kartoffeln gering. Der April-2026-Kontrakt zeigt sich weiterhin schwach und notiert knapp unterhalb von 5,00 €/dt. Für den April-2027-Kontrakt bleiben die Preise stabil bei etwa 21 €/dt. Am Kassamarkt gibt es keine Anzeichen für eine baldige Erholung.

EEX-Milchpulverpreise verlieren an Boden

Bei Milchprodukten gab es zuletzt Preisrückgänge: Der April-Future für Milchpulver fiel um 42 € auf 2.408 €/t im Vergleich zur Vorwoche. Während Butterpreise bei vorderen Terminen schwächer notierten, konnten spätere Fälligkeiten ihr Niveau halten. Marktteilnehmer sind unsicher über die zukünftige Preisentwicklung am Milchmarkt.

Umrechnungskurs: Der aktuelle Umrechnungskurs beträgt 1 € = 1,19 USD.

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