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Raps und Soja schwächeln: Aktuelle Trends an den Agrarmärkten

Der Weizenmarkt erlebte zuletzt einen Rückgang, da das Angebot aus Russland den Markt belastet. An der Euronext sank der Preis für den Frontmonat um 1,00 € auf 191,25 €/t, was in der Wochenbilanz jedoch noch ein Plus von 0,7 % bedeutet. Auch an der CBoT gab es am Freitag Verluste, obwohl hier wöchentlich ein Zuwachs von 3,4 % verzeichnet wurde. Gründe hierfür sind erhöhte Ernteprognosen aus Russland und positive Bestandsbewertungen in Frankreich, die das globale Angebot entlasteten und zu Gewinnmitnahmen führten.

Ölsaaten: Schwächere Tendenz bei Raps und Soja

Am Freitag schlossen die Ölsaatenmärkte schwächer. Der Rapskurs fiel an der Euronext um 2,75 € auf 485,25 €/t; wöchentlich ergibt sich damit ein Verlust von 0,5 %. Sojabohnen an der CBoT verzeichneten einen Rückgang um 4,25 Cent auf 11,13 US-$/bu (347 €/t), konnten aber im Wochenverlauf ein Plus von 1,8 % halten. Eine verstärkte Nachfrage Indiens nach Palmöl hat den Preis für Sojaöl unter Druck gesetzt und führte zusammen mit Gewinnmitnahmen nach einer Rallye zu einem Rückgang.

Mais: Unterstützung durch Brasilien-Prognose

Der Maismarkt zeigte sich weitgehend stabil. An der Euronext fiel der Preis am Freitag um 1,00 € auf 189,50 €/t. Das entspricht einem wöchentlichen Minus von 0,5 %. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise an der CBoT leicht um 0,50 Cent auf 4,32 US-$/bu (155 €/t) und verzeichneten ein Wochenplus von 0,2 %. Eine geringfügige Senkung der Safrinha-Prognose in Brasilien unterstützt den Markt leicht; dennoch begrenzt der schnelle Fortschritt bei der Maisaussaat größere Angebotsrisiken.

Kartoffeln: Stabilität trotz ruhigem Handel

Der Handel mit Kartoffel-Futures an der Leipziger Börse bleibt ruhig. Der April-2026-Kontrakt verlor in der Woche etwa 1 €/dt und liegt nun bei rund 4,00 €/dt. Der April-2027-Kontrakt zeigt sich hingegen stabil bei ungefähr 21 €/dt. Am Kassamarkt stagnieren die Preise auf niedrigem Niveau ohne Anzeichen für eine baldige Belebung. Die allgemeine Marktlage bleibt zurückhaltend.

Milchmarkt: Uneinheitliche Entwicklungen

Der Milchmarkt zeigt unterschiedliche Trends bei den Frontmonaten. Magermilchpulver notierte unverändert zur Vorwoche bei 2.450 €/t an der EEX. Butterpreise hingegen fielen im Vergleich zur Vorwoche um 157 € auf 4.143 €/t. Die sinkende Nachfrage nach Magermilchpulver sowie eine gute Verfügbarkeit von Rohmilch beeinflussen den Markt negativ. Trotz dieser Faktoren besteht weiterhin Interesse seitens der Lebensmittelindustrie; die Akteure agieren jedoch abwartend aufgrund saisonaler Effekte.

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