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Studie zeigt: Diese Länder nutzen die giftigsten Pflanzenschutzmittel

Die globale Landwirtschaft steht vor einer großen Herausforderung: Die Reduzierung der Risiken durch Pflanzenschutzmittel um 50 Prozent bis zum Jahr 2030. Dieses Ziel, das auf der 15. UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) im Jahr 2022 festgelegt wurde, scheint jedoch gefährdet zu sein. Eine aktuelle Studie von Umweltforschern der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) wirft ein neues Licht auf die Problematik.

Globale Vergleichbarkeit von Pflanzenschutzmitteln

Die Studie, veröffentlicht im renommierten Magazin Science, analysiert den weltweiten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und ihre Giftigkeit. Ein Hauptziel war es, die eingesetzten Mengen in Bezug auf ihre Toxizität zu bewerten. Dies stellte sich als herausfordernd heraus, da die Datenqualität weltweit variieren kann. Die Forscher verwendeten sogenannte „kommerzielle Einsatzdaten“, die diesen Ansprüchen gerecht wurden.

Trends bei der Giftigkeit

Erstmals legte die Studie einen umfassenden Datensatz für 625 verschiedene Pflanzenschutzmittel vor. Dieser basiert auf Informationen aus sieben unterschiedlichen regulatorischen Systemen und berücksichtigt die Toxizität gegenüber acht Artengruppen. Die Forscher entwickelten den sogenannten „Trend der global angewandten Toxizität“ (TAT), der die jährliche Giftigkeit in der Landwirtschaft eines Landes misst. Diese Methode erlaubt es, potenzielle Auswirkungen auf Umwelt und Biodiversität besser abzuschätzen.

Länder mit höchstem Einsatz giftiger Präparate

Zwischen 2013 und 2019 zeigte sich ein Anstieg der toxischen Belastung gegen die meisten Artengruppen. Besonders in Ländern wie China, Brasilien, den USA und Indien wird eine erhebliche Menge an hochtoxischen Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Interessanterweise sind es nur wenige Präparate innerhalb jeder Gruppe, die den Großteil der Giftigkeit verursachen. Während Chile voraussichtlich das UN-Ziel erreichen könnte, müssen andere Länder wie Deutschland eine deutliche Umkehr in ihren Trends herbeiführen.

Herausforderungen beim Ersatz giftiger Wirkstoffe

Die Forscher betonen, dass Herbizide, Insektizide und Fungizide erheblich zur steigenden Giftigkeit beitragen. Der Austausch besonders giftiger Stoffe gegen weniger gefährliche Alternativen stellt jedoch eine große Herausforderung dar, da dies nicht immer einfach möglich ist. Sie fordern daher einen verstärkten Umstieg auf biologische Anbaupraktiken sowie mehr nationale Daten zur besseren Überwachung und Zielverfolgung.

Abschließend plädieren die Wissenschaftler für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema auf globaler Ebene. Die Ergebnisse ihrer Analyse verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf zur Erreichung der UN-Ziele zum Schutz von Umwelt und Biodiversität.

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