Der globale Weizenmarkt steht derzeit unter starkem Druck. Ein Überangebot an Weizen drückt die Preise, und der starke Euro bremst die Exporte aus Europa zusätzlich aus. Indien hat kürzlich seine Lager für den Export geöffnet, was zu einem weiteren Preisrückgang führen könnte. Gleichzeitig hat der Rapsmarkt eine knappe Versorgungslage, die die Preise nach oben treibt. Auch der Maismarkt zeigt eine gewisse Stabilität, da weniger Ware aus der Ukraine exportiert wird.
Weizenpreise unter Druck
Laut Analysten könnten die Weizenpreise in Europa trotz eines leichten Anstiegs am Montag kaum Erholungspotenzial haben. Der US-Markt war aufgrund des President’s Day geschlossen, aber zuvor waren die Preise bereits gesunken. In Europa fiel der Preis für den März-2026-Kontrakt an der Euronext von 193 auf 191 Euro je Tonne. Die neue Ernte für September 2026 wird derzeit mit 195,25 Euro gehandelt.
Das französische Landwirtschaftsministerium korrigierte kürzlich seine Schätzung für die Anbaufläche von Winterweichweizen leicht nach oben auf 4,59 Millionen Hektar. Dies bedeutet eine Zunahme von 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr, liegt jedoch leicht unter dem Durchschnittswert.
Indiens Einfluss und globale Perspektiven
Die Europäische Kommission berichtet, dass die EU-Länder vom 1. Juli bis zum 10. Februar insgesamt 13,4 Millionen Tonnen Weichweizen exportierten, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Indien könnte jedoch zusätzlichen Druck erzeugen, da es aufgrund hoher Lagerbestände und positiver Ernteaussichten den Exportmarkt betritt.
Der USDA-Bericht korrigierte die globale Weizenproduktion leicht nach unten auf 841,8 Millionen Tonnen, was dennoch einen Rekordzuwachs gegenüber dem Vorjahr darstellt. Argentinien steigerte seine Produktion auf einen Höchstwert von 27,8 Millionen Tonnen.
Mais- und Rapspreisentwicklung
Die europäischen Maispreise gaben am Ende der vergangenen Woche nach und notierten bei 189,50 Euro je Tonne. Die neue Ernte für November 2026 wird mit 193,50 Euro gehandelt. Der Fortschritt der brasilianischen Maisernte bleibt entscheidend für die zukünftige Preisentwicklung.
Die Rapspreise an der Euronext fielen zuletzt deutlich unter die Marke von 490 Euro je Tonne und notierten am Freitag bei 485,25 Euro je Tonne. Am Montag zeigten sie jedoch wieder einen leichten Aufwärtstrend im laufenden Handel. Die Schwäche bei den Rapsölpreisen trug zur Abwärtsbewegung bei.
Zukunftsausblick
Die globalen Logistikprobleme und Korrekturen in Produktionsschätzungen werden weiterhin Einfluss auf die Märkte haben. Während Raps aufgrund seiner knappen Versorgung eine stabile Preislage hat, bleibt die Situation bei Weizen und Mais angespannt durch das hohe Angebot und geopolitische Faktoren.
