Der Druck auf das Händlernetzwerk von Deutz-Fahr nimmt weiter zu, da nun auch im Süden Deutschlands zwei Vertriebspartner in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Die Hägele Technik GmbH aus Uhingen und die SDF Zentrum Schwarzwald-Baar-Hegau GmbH aus Geisingen befinden sich im Insolvenzverfahren. Diese Informationen sind sowohl beim Verbraucherschutzforum.berlin als auch in den offiziellen Insolvenzbekanntmachungen des Ministeriums der Justiz zu finden.
Vertriebskrise bei Deutz-Fahr
Bereits im Norden Deutschlands sorgte der Markenwechsel von Lankhorst für Unruhe, da dieser Wechsel eine wesentliche Stütze des Unternehmens betraf. Auch der benachbarte Landtechnik-Fachhändler Rudolf Meyer geriet ins Straucheln. Nun zeigt sich, dass das Problem weitaus umfassender ist und auch Süddeutschland erfasst hat.
Besonders brisant ist die Lage bei der SDF Zentrum Schwarzwald-Baar-Hegau GmbH, die erst 2019 durch die Umstrukturierung der Bühler Technik GmbH entstand. Dieses Unternehmen übernahm damals den Vertrieb von Same, Deutz-Fahr und Lamborghini von einem bestehenden Standort und schloss Partnerschaften mit regionalen Landtechnikbetrieben ab.
Langjährige Verbindung zwischen Hägele und Deutz-Fahr
Die Situation gewinnt zusätzliche Bedeutung durch die Verflechtungen innerhalb der Unternehmen: Bereits 2020 hatte das SDF Zentrum Schwarzwald-Baar-Hegau alle Geschäftsbereiche der Hägele Technik GmbH übernommen. Hägele ist seit 1979 ein fester Partner von Deutz-Fahr und hat seit Jahrzehnten Traktoren dieser Marke im Programm.
Es ist wichtig zu betonen, dass das eigenständige Unternehmen Hägele Cleanfix, bekannt für seine Cleanfix-Umschaltventilatoren, nicht von der Insolvenz betroffen ist. Der Geschäftsführer Tilo Bühler steht sowohl dem SDF Zentrum als auch der Hägele Technik vor, jedoch gibt es bisher keine öffentliche Stellungnahme von beiden Unternehmen zur aktuellen Situation.
Zukunft des Händlernetzes ungewiss
Die Auswirkungen dieser Insolvenzen auf das gesamte Händlernetzwerk von Deutz-Fahr sind noch nicht abzusehen. Es bleibt unklar, wie sich diese Entwicklung auf den Vertrieb und Service der Marken Same, Deutz-Fahr und Lamborghini auswirken wird. Marktbeobachter sind besorgt über die Stabilität des Netzwerks und erwarten weitere Umbrüche in naher Zukunft.
