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Organisierter Widerstand verzögert Glyphosat-Vergleich bei Bayer-Monsanto

Die jüngsten Entwicklungen in den Glyphosat-Prozessen rund um Bayer-Monsanto haben zu unerwartetem Widerstand geführt. Nachdem Mitte Februar ein Vergleich erzielt wurde, der eine Auszahlung von insgesamt 7,25 Milliarden Dollar an die Kläger über einen Zeitraum von 21 Jahren vorsieht, gibt es nun Anfechtungen. Besonders bemerkenswert ist, dass der Vergleich auch zukünftige Krebserkrankungen abdeckt.

Frist für Prüfung sorgt für Unmut

Obwohl der erzielte Kompromiss zunächst als Erfolg gewertet wurde, melden sich nun zahlreiche Kritiker zu Wort. Wie das Handelsblatt berichtet, fordern Anwaltskanzleien, die fast 20.000 Kläger vertreten, eine Verschiebung der gerichtlichen Bestätigung des Vergleichs. Sie argumentieren, dass die ihnen zur Verfügung stehende Zeitspanne unzureichend sei, um das umfangreiche Dokument mit seinen 600 Seiten angemessen zu prüfen.

Antrag auf Verschiebung eingereicht

Die betroffenen Anwälte haben bereits beim zuständigen Gericht in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri beantragt, die Frist zu verlängern. Ihrer Meinung nach verletzt das derzeitige Vorgehen die Rechte der Krebspatienten und ihrer Familien. Der Vergleich sollte ursprünglich am 4. März genehmigt werden, was nach Ansicht der Anwälte nicht genügend Spielraum bietet.

Mögliche Auswirkungen auf Bayer

Bayer könnte sich theoretisch noch aus dem Vergleich zurückziehen, sollten sich zu viele Kläger gegen die Teilnahme entscheiden. Diese Möglichkeit könnte den Prozess weiter verzögern und den Aktienkurs des Unternehmens belasten. An der Frankfurter Börse zeigte sich am Donnerstag bereits eine leichte Reaktion auf diese Unsicherheiten.

Kritik an den Kritikern

Die Anwälte, die den Vergleich entworfen haben und ihn unterstützen, sind verärgert über den Widerstand ihrer Kollegen. Sie fordern von den Kritikern Erklärungen dafür, warum sie die Entschädigungen für Tausende von Roundup-Opfern verzögern wollen. Diese Menschen hätten schließlich ein Jahrzehnt auf Gerechtigkeit gewartet. Trotz dieser Kontroversen zeigt sich Bayer optimistisch und hält den gefundenen Kompromiss für gerecht und ausgewogen.

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