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Biologische Beizmittel 2026: Innovativer Schutz für Rüben und Getreide

Landwirte stehen in der kommenden Anbausaison vor der Herausforderung, ihre Erträge gegen zunehmende Krankheiten und Schädlinge zu sichern. Dazu bieten neue Beizmittel für Getreide und Zuckerrüben innovative Lösungen. Ein biologisches Beizmittel, das 2026 auf den Markt kommt, nutzt den Bacillus amyloliquefaciens spp plantarum als Wirkstoff, um die Schwarzbeinigkeit bei Weizen und Dinkel zu reduzieren.

Biologische Innovationen im Getreideanbau

Mit dem Verschwinden vieler fungizider Beizmittel vom Markt gewinnen biologische Alternativen an Bedeutung. Laut Angaben von CertisBelchim bietet das neue Produkt ‚Toltek‘ eine fungizidähnliche Wirkung gegen die gefürchtete Schwarzbeinigkeit. Der Einsatz erfolgt mit einer Aufwandmenge von 0,5 ml pro kg Saatgut, vermischt mit 5 bis 12 ml Wasser.

Auch Bayer bringt mit ‚RedigoPro‘ ein Produkt für verschiedene Getreidesorten wie Weizen und Gerste auf den Markt. Es bekämpft samenbürtige Krankheiten durch einen Wirkstoffmix aus Prothio- und Tebuconazol. Der empfohlene Einsatzbereich liegt zwischen 50 und 66,7 ml pro Dezitonne Saatgut.

Verbesserte Beizen für Zuckerrüben

Zuckerrübenbauern können ebenfalls von neuen Entwicklungen profitieren. ‚ButeoStart‘ von Bayer richtet sich gegen eine Vielzahl von Schädlingen wie Drahtwürmer und Rübenfliegen. Der Einsatz erfordert eine Menge von 41,7 ml pro 100.000 Korn Saatgut. Zudem bekämpft ‚ScenicGold‘ Fusarium- und Pythium-Erkrankungen sowie Seitenwurzelfäule effektiv mit einer Anwendung von 20 ml pro Einheit à 100.000 Körner.

Krankheiten erkennen und behandeln

Blattkrankheiten wie Ramularia oder Cercospora stellen besondere Herausforderungen dar. Ramularia tritt bevorzugt in feuchten Jahren auf, wobei die Flecken charakteristisch dunkel umrandet sind. Cercospora hingegen zeigt sich ab Juni mit rötlichen bis grauen Flecken; eine Behandlung sollte ab fünf Prozent befallener Blätter erfolgen.

Echter Mehltau kommt verstärkt in trockenen Sommern vor, während Rübenrost kühleres Wetter bevorzugt. Beide Krankheiten sind meist durch einmalige Fungizidbehandlungen kontrollierbar.

Bakterielle Bedrohungen im Blick

Bakterielle Blattflecken, verursacht durch Pseudomonas syringae, treten bei feuchter Witterung auf und lassen sich chemisch nicht bekämpfen. Hier spielt die Sortenwahl aufgrund unterschiedlicher Anfälligkeiten eine entscheidende Rolle.

Letztlich bleibt es essenziell für Landwirte, die Entwicklungen neuer Beizmittel im Auge zu behalten und ihre Anbaupraktiken entsprechend anzupassen, um Ertragsverluste zu minimieren.

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