Der Chemiekonzern Bayer hat in den USA einen entscheidenden Schritt getan, um die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten um das Herbizid Roundup zu beenden. In einem milliardenschweren Vergleich einigte sich das Unternehmen mit Sammelklägern, um aktuelle und zukünftige Klagen beizulegen. Dieser Durchbruch führte unmittelbar zu einem Anstieg der Bayer-Aktie um 7,4 %.
Finanzielle Belastung durch Vergleichszahlungen
Die finanzielle Last für Bayer ist erheblich. Der Dax-notierte Konzern plant, über einen Zeitraum von 21 Jahren bis zu 7,25 Milliarden Dollar an die Kläger zu zahlen. Diese Einigung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch ein Gericht in St. Louis im Bundesstaat Missouri.
Anstieg der Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verpflichtungen für Bayer erhöhen sich durch diesen Vergleich deutlich. Die Gesamtschuld des Unternehmens im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten dürfte von zuvor 7,8 auf nunmehr 11,8 Milliarden Euro ansteigen. Darüber hinaus hat die Bayer-Tochter Monsanto weitere vertrauliche Vergleiche geschlossen, um andere Glyphosat-bezogene Fälle zu regeln.
Kontroversen um Glyphosat
Im Zentrum der Klagen steht der Vorwurf der US-amerikanischen Kläger, dass Glyphosat krebserregend sei und bei ihnen gesundheitliche Schäden verursacht habe. Sie sind der Meinung, dass Monsanto diese Informationen beim Verkauf hätte offenlegen müssen. Bayer hingegen verweist auf wissenschaftliche Studien, die eine Unbedenklichkeit des Herbizids bestätigen und Grundlage für dessen Zulassung waren.
Bayer steht somit vor der Herausforderung, einerseits rechtliche Konflikte zu lösen und andererseits seine Position bezüglich der Sicherheit von Glyphosat zu verteidigen.
