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Neue Kupferzulassungen sichern Landwirten langfristigen Schutz vor Cercospora

Landwirte, die Zuckerrüben anbauen, können aufatmen: Der Einsatz von Kupferpräparaten gegen die Blattkrankheit Cercospora beticola erhält endlich eine dauerhafte Perspektive. In den letzten Jahren mussten Landwirte jedes Jahr auf die Erteilung von Notfallzulassungen hoffen, um Kupfermittel wie Recudo und Yukon einsetzen zu dürfen. Diese Notfallzulassungen waren stets zeitlich begrenzt und mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden.

Regelmäßige Notfallzulassungen erschweren Planung

In der Vergangenheit erhielten Präparate wie Grifon SC und Funguran progress regelmäßig jene temporären Genehmigungen, die jedoch lediglich für 120 Tage gültig waren und nur eine begrenzte Menge und Behandlungsfläche abdeckten. Diese Praxis führte dazu, dass Landwirte jährlich in Unsicherheit über die Verfügbarkeit dieser Mittel waren, was ihre langfristige Planung erheblich erschwerte.

Bewegung in der Zulassungspolitik

Nun gibt es seitens des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) positive Neuigkeiten: Einige Kupfermittel haben im Februar reguläre Zulassungen erhalten. Dazu gehören Produkte wie Badge WG und Coprantol Duo, die beide Kupferoxychlorid und Kupferhydroxid enthalten. Auch für Recudo wurde eine reguläre Zulassung erteilt. Diese Entwicklungen bringen den Zuckerrübenbauern die langersehnte Planungssicherheit.

Experten: Kupfer als Schlüssel im Resistenzmanagement

Laut den Rübenberatern von LIZ ist der Einsatz von Kupferpräparaten zentral für aktuelle Strategien im Fungizideinsatz. Die Beimischung von Kupfer verstärkt die Wirkung anderer Fungizide wie Azole, was entscheidend im Resistenzmanagement ist. Dank der neuen Zulassungen können Landwirte nun langfristig mit dem Einsatz dieser Präparate planen, was einen bedeutenden Fortschritt darstellt.

Herausforderungen durch Cercospora bleiben bestehen

Cercospora-Blattflecken sind vor allem ab Ende Juni sichtbar und können bei mehr als fünf Prozent befallener Blätter große Schäden verursachen. Trotz des Fortschritts bei den Zulassungen ist der Züchtungsfortschritt resistenter Sorten ein weiterer wichtiger Faktor, um langfristig gegen diese Krankheit gewappnet zu sein.

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