Die Landwirte in Deutschland können sich derzeit über einen leichten Anstieg der Preise für Schlachtschweine freuen. Der Preis pro Kilogramm Schlachtgewicht ist am 18. Februar auf 1,50 Euro gestiegen, was einem Zuwachs von fünf Cent im Vergleich zum vorherigen Kurs entspricht. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass das Angebot an schlachtreifen Schweinen weiter abnimmt und die verbleibenden Bestände zügig Käufer finden.
Stabilisierung der Preise erwartet
Laut der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat sich die Marktlage in den letzten Wochen entspannt. Die bestehenden Überhänge wurden weitgehend abgebaut, was sich auch in gesunkenen durchschnittlichen Schlachtgewichten widerspiegelt. Aus Sicht der Erzeuger besteht nun Hoffnung auf stabile bis leicht steigende Preise.
Anders gestaltet sich die Situation für die Schlachtunternehmen. Dr. Robert Elmerhaus vom Tönnies-Agrarblog berichtet, dass die Nachfrage nach Fleisch saisonbedingt schwächer ausfällt. Dadurch bleibt die Bereitschaft zur Aufnahme zusätzlicher Mengen begrenzt, und ein Teil der Produktion wird in Gefrierhäuser eingelagert.
Europäische Märkte zeigen ähnliche Trends
Auch auf dem europäischen Schweinemarkt sind ähnliche Entwicklungen zu beobachten. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) meldet, dass die Überhänge an Schlachtschweinen in verschiedenen Ländern größtenteils abgebaut sind und die Schlachtgewichte sinken. Dennoch ist der Fleischmarkt gut versorgt und die Nachfrage bleibt verhalten, was dazu führt, dass Teile der Produktion zu niedrigeren Preisen eingelagert werden.
Es gibt jedoch Hoffnung auf Belebung des Marktes mit Beginn der Grillsaison und vermehrten Outdoor-Aktivitäten. Marktbeobachter erwarten dann Impulse sowohl für den heimischen als auch den Exportmarkt, insbesondere in Drittländer.
