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Kawasaki führt weltweit ersten Großgasmotor mit 30 % Wasserstoff ein

Kawasaki Heavy Industries hat einen bedeutenden Schritt in der Energiebranche gemacht, indem es weltweit erstmals Großmotoren anbietet, die mit einem Anteil von bis zu 30 % Wasserstoff betrieben werden können. Dies stellt eine erhebliche Verbesserung gegenüber den bisherigen Co-Firing-Erdgasturbinen dar, die nur 15 % Wasserstoff vertragen.

Technologische Meilensteine

Seit Oktober 2024 haben Kawasaki-Ingenieure im Werk Kobe intensiv am Gasmotoren-Kraftwerkssystem mit einer Leistungsklasse von 8 Megawatt gearbeitet. Dabei wurde der Einsatz von bis zu 30 Volumenprozent Wasserstoff als Brennstoff getestet. Die Untersuchungen legten besonderen Wert auf Aspekte wie die Versorgung mit Wasserstoff, die Wartungsfreundlichkeit und weitere Betriebsfaktoren. Diese Tests wurden im September 2025 erfolgreich abgeschlossen.

Bereits hohe Nachfrage

Der offizielle Verkauf des neuen Produkts hat nun begonnen. Laut Kawasaki liegen bereits mehr als 240 Bestellungen für die „Kawasaki Green Gas Engine“ vor. Das Unternehmen beschreibt diese Innovation als entscheidend für den Übergang zu einer klimaneutralen Zukunft, da sie eine nachhaltige Dekarbonisierung ermöglicht und gleichzeitig bestehende Infrastrukturen effizient nutzt.

Zukunftsperspektiven

Kawasaki plant zudem den Aufbau einer umfassenden Wasserstoff-Lieferkette, die Produktion, Transport, Speicherung und Nutzung umfasst. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der breiten Anwendung von Wasserstoffenergie.

Herausforderungen und Chancen

Erdgas ist nach wie vor weit verbreitet in der Stromerzeugung. Der russische Angriffskrieg hat jedoch in vielen Ländern ein Umdenken beschleunigt, um sich von Erdgas unabhängiger zu machen. Eine schnelle Lösung könnte die Beimischung von Wasserstoff sein.

Um jedoch Wasserstoff effizient nutzen zu können, müssen Gaskraftwerke über spezielle Turbinen verfügen, die H2-Ready sind. Co-Firing-Turbinen, wie sie Kawasaki entwickelt hat, stellen hier einen wichtigen Zwischenschritt dar. Sie laufen zwar hauptsächlich mit Erdgas, können aber auch einen signifikanten Anteil an Wasserstoff verarbeiten und nutzen. Diese Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da bisherige Turbinen nur bis zu 15 % Wasserstoffanteil vertragen konnten und zukünftige Entwicklungen 25 % anstreben. Mit dem Erreichen von 30 % setzt Kawasaki neue Maßstäbe.

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