In der vergangenen Woche zeigte der Weizenmarkt Anzeichen einer Preisstabilisierung, was vor allem auf Wetterrisiken in der Ukraine zurückzuführen war. Die Märkte an der Euronext und der CBoT verzeichneten leichte Zuwächse, da erneuter Frost nach einer Tauphase die Winterweizenbestände gefährden könnte. Diese klimatischen Bedingungen werfen Fragen über künftige Erträge und Exporte aus der Schwarzmeerregion auf.
Uneinheitliche Entwicklung bei Ölsaaten
Der Markt für Ölsaaten präsentierte sich hingegen uneinheitlich. Während die Rapskurse an der Euronext leicht nachgaben, blieben die Preise für Sojabohnen an der CBoT nahezu unverändert. Im Zentrum des Interesses stand die hohe Verarbeitungsrate von Sojabohnen in den USA, die im Januar Rekordwerte erreichte. Diese erhöhte Verarbeitung führte zu einem Anstieg der Sojaölbestände und zeigt die anhaltend starke Nachfrage nach Sojaschrot.
Maispreise durch Anbauschätzungen beeinflusst
Auch beim Mais zeigte sich eine leichte Preisfestigung. Unterstützt wurden die Märkte durch neue Anbauschätzungen in den USA, die eine Reduzierung der Anbaufläche im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr erwarten lassen. Ein Rückgang um etwa 3,9 Millionen Acres deutet darauf hin, dass das Angebot unter Druck geraten könnte, was den Preisen zugutekommt.
Kartoffelmarkt bleibt stabil
Im Gegensatz dazu verharren die Preise am Kartoffelmarkt auf niedrigem Niveau. Der April-2026-Kontrakt blieb bei 4,00 €/dt stabil, ebenso wie der April-2027-Kontrakt bei 21 €/dt. Auch am Kassamarkt ist kaum Bewegung zu verzeichnen, was auf eine insgesamt gedämpfte Stimmung hindeutet.
Freundliche Signale vom Milchmarkt
Am Milchmarkt setzte sich ein freundlicher Trend fort. Die Global-Dairy-Trade-Auktion verzeichnete einen Anstieg des GDT-Index um 3,6%, mit einem bemerkenswerten Plus von 10,7% bei Butterpreisen. Magermilchpulver schwächte sich zwar etwas ab, doch insgesamt bleibt die Nachfrage auf dem Weltmarkt robust.
Insgesamt zeigen die Agrarmärkte ein gemischtes Bild: Während Wetterbedingte Risiken und neue Anbauschätzungen für Bewegung bei Weizen und Mais sorgen, bleiben andere Märkte wie Kartoffeln stabil oder reagieren uneinheitlich wie bei den Ölsaaten.
