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Kuhn Group steigert Auftragslage 2025, Umsatzziel verfehlt

Der internationale Landmaschinenhersteller Kuhn Group verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 eine deutliche Verbesserung seiner Auftragslage, was auf die gesteigerte Investitionsbereitschaft der Landwirte zurückzuführen ist. Diese positive Entwicklung spiegelt sich jedoch nicht in den Umsatzzahlen wider.

Aufträge steigen, Umsatz sinkt

Laut Bucher Industries, dem Schweizer Mutterkonzern von Kuhn, stiegen die Auftragseingänge des Landtechniksegments im Vergleich zum Vorjahr um 20% auf 1,12 Milliarden Schweizer Franken (1,22 Milliarden Euro). Der Auftragsbestand erhöhte sich ebenfalls um 16% und erreichte damit umgerechnet 571 Millionen Euro. Trotz dieser positiven Auftragszahlen sanken die Erlöse im gleichen Zeitraum. Der Umsatz betrug 1,14 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 6,5% gegenüber dem Jahr 2024 entspricht. Dieser Rückgang wird auf einen niedrigen Auftragsbestand zu Jahresbeginn zurückgeführt.

Regionale Unterschiede in der Marktentwicklung

Die verschiedenen Regionen entwickelten sich laut Informationen von Bucher Industries unterschiedlich. In Europa führten normalisierte Lagerbestände bei Händlern und günstige Wetterbedingungen zu einer erhöhten Nachfrage. Besonders das Segment Milch- und Viehwirtschaft profitierte von hohen Preisen für Milch und Fleisch. Im Gegensatz dazu litt der Umsatz in den USA unter einer deutlich negativeren Entwicklung, während Europa in der zweiten Jahreshälfte ein Wachstum verzeichnete.

Herausforderungen für den Mutterkonzern

Bucher Industries, zu dem neben Kuhn vier weitere Divisionen gehören, konnte im Jahr 2025 trotz Herausforderungen wie Handelszöllen eine Steigerung des Auftragseingangs um 6,7% auf 3,14 Milliarden Euro erzielen. Dennoch verzeichnete das Unternehmen insgesamt einen Rückgang des Nettoumsatzes um 5,7% auf 3,15 Milliarden Euro. Für das kommende Jahr prognostiziert Bucher Industries eine stabile Umsatzentwicklung, wenngleich wirtschaftspolitische Unsicherheiten bestehen bleiben. Der vollständige Geschäftsbericht für das Jahr 2025 soll am 3. März veröffentlicht werden.

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