Die Preise für Stickstoffdünger, insbesondere Harnstoff und Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL), sind in Deutschland auf ein Niveau gestiegen, das seit Februar 2023 nicht mehr erreicht wurde. Anfang Februar kosten sie an deutschen Importhäfen rund 570 Euro pro Tonne, was eine Steigerung um 50 Euro im Vergleich zu Januar bedeutet. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in anderen Düngerarten wider, da Phosphor ebenfalls teurer geworden ist.
Steigende Preise belasten Landwirte
Der Anstieg der Düngerpreise stellt Landwirte vor erhebliche Herausforderungen. Angesichts der prognostizierten weiteren Preissteigerungen und potenziellen Lieferengpässen wird es immer wichtiger, die Versorgung mit Stickstoff- und Phosphordüngemitteln zu sichern. Analysten schließen einen Rückgang der Preise im Februar oder Anfang März aus, was den Druck auf die Landwirte zusätzlich erhöht.
Globale Marktbedingungen verschärfen die Lage
Die internationalen Harnstoffpreise erfahren ebenfalls einen starken Aufwärtstrend, angetrieben durch eine erhöhte Nachfrage in den USA und Südamerika. Indien plant den Kauf von 1,5 Millionen Tonnen Harnstoff, was den Markt weiter anheizen könnte. Auch geopolitische Risiken spielen eine Rolle: Unsicherheiten über die Exporte aus dem Nahen Osten und die mögliche Wiederaufnahme chinesischer Exporte könnten Einfluss auf die Marktstabilität haben.
KAS bleibt stabil – AHL verzeichnet Preissprung
Anders als bei Harnstoff und AHL bleiben die Preise für Kalkammonsalpeter (KAS) relativ stabil bei 378 Euro pro Tonne. Der Preis für AHL hingegen stieg auf knapp 370 Euro pro Tonne, was einen Anstieg um 30 Euro im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Dies ist der höchste Stand seit April 2025.
Für landwirtschaftliche Betriebe bleibt es unabdingbar, sich frühzeitig um ihre Düngemittelversorgung zu kümmern, um den Kostenanstieg abzufedern und Engpässen vorzubeugen.
