Ein aktueller Marktbericht der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zeigt, dass Stickstoffdünger zuletzt etwas günstiger angeboten wurde. Trotz dieser leichten Preissenkung hält sich das Kaufinteresse der Landwirte jedoch in Grenzen, da die niedrigen Getreideerlöse kaum Spielraum für zusätzliche Ausgaben lassen.
Vor allem beim KAS-Dünger wurden im Norden geringfügige Preisrückgänge verzeichnet. Im Großhandel bewegen sich die Kurse allerdings weiterhin auf stabilem Niveau. Viele Betriebe zögern angesichts der enttäuschenden Getreideerträge, größere Mengen Dünger einzukaufen.
Auch auf den internationalen Märkten ist ein leichter Rückgang der Stickstoffpreise zu beobachten. Händler in Deutschland setzen dabei auf zusätzliche Impulse durch mögliche Lieferungen aus den Vereinigten Staaten.
Unverändert bleiben hingegen die Preise für Phosphat- und Schwefeldünger. Diese Produkte zeigen bislang keine nennenswerten Bewegungen, weder nach oben noch nach unten.
Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein sind die zuletzt gesunkenen Düngerpreise zu gering, um die schwache Nachfrage spürbar zu beleben. Solange die Ertragssituation bei Getreide so angespannt bleibt, rechnen die Experten nicht mit einer deutlichen Belebung des Marktes.
