Anzeige
 

China senkt Zölle auf EU-Milchprodukte: Schwieriger Markt bleibt

China hat kürzlich die Zölle auf europäische Milchprodukte gesenkt, was im Rahmen einer umfassenden Antidumpinguntersuchung stattfand. Trotz dieser Maßnahme bleibt es für die EU schwierig, mit Konkurrenten wie Neuseeland gleichzuziehen, so die Einschätzung von Milchmarktanalysten.

Reduzierte Zölle als Reaktion auf EU-Maßnahmen

Die Einführung der neuen Zölle, die zwischen 7,4 % und 11,7 % liegen und ab dem 13. Februar für fünf Jahre gelten, ersetzt die zuvor festgelegten Tarife von bis zu 42,7 %. Ursprünglich wurden die hohen Importzölle als Reaktion auf EU-Zölle gegen chinesische Elektrofahrzeuge verhängt. Die Anpassung betrifft eine Vielzahl von Milchprodukten wie Sahne und Käse und reiht sich in eine Serie ähnlicher Untersuchungen anderer Waren ein.

Laut Alexander Anton von der Europäischen Entwicklungsagentur stellt diese Veränderung zwar einen Fortschritt dar, jedoch seien EU-Produkte nach wie vor nicht konkurrenzfähig auf dem chinesischen Markt. Im Jahr 2024 betrug der Wert der von China importierten EU-Milchprodukte 589 Millionen US-Dollar, wobei diese nun unter den gesenkten Zöllen untersucht werden.

Wettbewerbsdruck und Marktchancen

Trotz der Zollsenkung bleibt die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter eingeschränkt. Neuseeland, das keine Zölle auf seine Exporte nach China zahlen muss, könnte weiterhin profitieren. Zudem könnten chinesische Hersteller durch die Anpassung Unterstützung erfahren, da sie mit sinkenden Preisen und Überkapazitäten zu kämpfen haben.

Die endgültigen Berechnungen für die Antisubventionszölle wurden Anfang Februar veröffentlicht. Branchenvertreter bestätigten, dass die vorgeschlagenen Sätze den Ankündigungen Pekings entsprechen. Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Kontextes internationaler Handelsbeziehungen, insbesondere nachdem Brüssel genaue Regeln zur Ersetzung bestehender Zölle durch Mindestpreisverpflichtungen vorgeschlagen hatte.

Zukunftsaussichten für den Milchsektor

Chinas Nachfrage nach bestimmten Milchprodukten könnte sich weiter verändern, da Importeure sich verstärkt auf margenstärkere Produkte konzentrieren. Diese Verschiebung könnte zu einer geringeren Abhängigkeit von Importen führen. Yifan Li von StoneX betonte die Vorteile Neuseelands durch stabile Lieferketten und ein berechenbares Handelsumfeld.

Lian Yabing von Beijing Orient Agribusiness Consultants sieht trotz Zollsenkung weiterhin positive Aspekte für chinesische Molkereien, da sie davor schützen könnte, dass EU-Produkte komplett vom Markt verschwinden. Gleichzeitig wird das erforderliche Schutzniveau beibehalten.

Weitere Agrarmarkt-Nachrichten

China senkt Zölle auf EU-Milchprodukte: Schwieriger Markt bleibt

China hat kürzlich die Zölle auf europäische Milchprodukte gesenkt, was im Rahmen einer umfassenden Antidumpinguntersuchung stattfand. Trotz dieser Maßnahme bleibt es für...

Algerien kauft EU-Weizen: Regen verzögert Brasiliens Soja-Ernte

Die jüngsten Entwicklungen an den Agrarmärkten zeigen eine gemischte Lage mit unterschiedlichen Trends in den verschiedenen Sektoren. Weizen und Ölsaaten stehen dabei...

Schweinepreise steigen: Angebot sinkt, Nachfrage zieht an

Die Schweinepreise in Europa könnten bald einen Aufschwung erleben, da sowohl das Angebot als auch die Schlachtgewichte zurückgehen. Aktuell bleibt die Nachfrage...

OLG Düsseldorf: Kaffeeverkauf unter Herstellungskosten erlaubt

Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat entschieden, dass die Aldi Süd Gruppe in speziellen Aktionswochen Kaffeeprodukte unter den Herstellungskosten verkaufen darf. Diese Entscheidung...

Düngerpreise explodieren: Harnstoff und AHL erreichen neue Höchststände

Die Preise für Stickstoffdünger, insbesondere Harnstoff und Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL), sind in Deutschland auf ein Niveau gestiegen, das seit Februar 2023 nicht mehr...