Die Milchpreise in Deutschland haben im Januar 2026 einen deutlichen Rückgang verzeichnet, wobei die Auszahlungen vieler Molkereien bundesweit gesenkt wurden. Insbesondere der Norden Deutschlands war von diesen Kürzungen stark betroffen, wo mehrere Molkereien ihre Grundpreise deutlich reduzierten.
Deutlicher Preisverfall im Norden
Laut aktuellen Informationen hat die Meiereigenossenschaft Viöl im Januar den Grundpreis für Milch auf 25 Cent pro Kilogramm gesenkt, was einen Rückgang von 10 Cent im Vergleich zum Dezember darstellt. Dies ist das erste Mal, dass der Preis unter die Marke von 30 Cent gefallen ist. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass die laufende Investition in eine neue Walzenvollmilchpulver-Trocknungsanlage, die sich jedoch verzögert habe, zu dieser Entscheidung beigetragen habe.
Auch andere norddeutsche Molkereien reduzierten ihre Auszahlungspreise erheblich. So senkte Nordseemilch ihren Preis um 9 Cent auf 34 Cent pro Kilogramm. Die Meierei Schmalfeld-Hasenmoor und die Meierei Wasbek verringerten ihre Preise um jeweils 5 Cent auf 37 bzw. 33 Cent pro Kilogramm.
Preissenkungen in Ost und West
Im Osten Deutschlands entwickelten sich die Preise ähnlich negativ. Vogtlandmilch zahlte im Januar nur noch 35 Cent pro Kilogramm, ein Rückgang um 5 Cent. Sachsenmilch reduzierte ihren Preis um 4 Cent auf 38,19 Cent pro Kilogramm und Rücker in Wismar zahlte 34 Cent pro Kilogramm, was einen Rückgang um 3 Cent bedeutet.
Ausschließlich im westlichen Teil Deutschlands sanken ebenfalls die Auszahlungspreise. Arla und FrieslandCampina senkten beide um je 4 Cent auf 33,68 bzw. 36,40 Cent pro Kilogramm. Die Wiesehoff Sahnemolkerei reduzierte den Preis um 5 Cent auf 34 Cent pro Kilogramm.
Süden bleibt nicht verschont
Auch im Süden des Landes gingen die Milchpreise zurück. Trotz eines Preisrückgangs um 3 Cent zahlte die Molkerei Zott mit 45,56 Cent pro Kilogramm den höchsten Grundpreis aus. Omira senkte den Preis ebenfalls um 3 Cent auf knapp über 40 Cent je Kilogramm.
Einen deutlicheren Rückgang verzeichnete Goldmilch mit einer Reduzierung um 10 Cent auf 39,46 Cent pro Kilogramm. Die Hohenloher Molkerei verringerte ihren Preis um 7 Cent auf 30,46 Cent pro Kilogramm, während bei der Milchwirtschaftlichen Beteiligungs AG der Preis um 6 Cent auf 40 Cent pro Kilogramm sank.
Zukunftsaussichten und Marktentwicklung
Trotz einiger Prognosen von Marktexperten über eine mögliche Stabilisierung sind diese Entwicklungen noch nicht sichtbar geworden. Marktdaten zeigen für Januar eine Preisspanne zwischen 25 und 45,56 Cent pro Kilogramm. Der Unterschied zum Vorjahr kann bis zu 20 Cent betragen.
