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Anklamer Zuckerfabrik schließt Rekord-Rübenkampagne erfolgreich ab

Die Zuckerfabrik im vorpommerschen Anklam hat kürzlich die Rübenkampagne für das Jahr 2025/2026 abgeschlossen. Am 22. Januar wurden die letzten Rüben verarbeitet, nachdem insgesamt über 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben zu Zucker und Nebenprodukten verarbeitet wurden. Laut der Cosun Beet Company, der das Werk gehört, konnte ein beeindruckender Zuckerertrag von 14,4 Tonnen pro Hektar erzielt werden.

Rekordverdächtige Verarbeitungskapazitäten

Das vergangene Anbaujahr stellte sich als äußerst erfolgreich heraus, was sich in einem hohen Rübenertrag von über 83 Tonnen pro Hektar zeigt. Diese Leistung bedeutete jedoch auch eine große Herausforderung für Transport und Verarbeitung. Die Fabrik in Anklam erreichte an mehreren Tagen neue Rekordwerte bei der Schneidleistung mit 15.700 Tonnen Rüben pro Tag. Über die gesamte Kampagne hinweg lag die durchschnittliche Verarbeitungsleistung bei konstant über 13.500 Tonnen täglich.

Sowohl günstige Wetterbedingungen als auch effektive Rübenschutzmaßnahmen trugen zur hohen Qualität der Zuckerrüben bei. Dies führte dazu, dass die Kampagne deutlich früher beendet werden konnte als in den Vorjahren. Ohne die Lohnverarbeitung hätte sie sogar noch früher abgeschlossen sein können.

Internationale Zusammenarbeit und Herausforderungen

Infolge eines irreparablen Schadens am Kalkofen im Schweizer Werk Frauenfeld, verarbeitete die Cosun Beet Company Anklam etwa 60.000 Tonnen Rüben aus Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag der Schweizer Zucker AG. Diese Maßnahme half dabei, die Ernte der Schweizer Landwirte zu sichern und deren Lieferkette stabil zu halten.

Trotz dieser operativen Erfolge bleibt ein Problem bestehen: Die Verkaufspreise am Zuckermarkt sind weiterhin sehr niedrig, was Geschäftsführer Michael Engel als Wermutstropfen der Saison bezeichnete.

Zukunftspläne und Investitionen

Blickend auf die zukünftigen Herausforderungen plant das Unternehmen bereits für die kommende Dicksaftkampagne sowie notwendige Reparaturen. Ein zentrales Projekt ist dabei die Modernisierung und Erweiterung des zweiten Teils der Rübenwäscheanlage, insbesondere im Bereich der Vorwäsche. Diese technische Aufrüstung soll es ermöglichen, die Kapazitätserweiterungspläne der Fabrik umzusetzen. Für dieses Vorhaben sind Investitionen in Höhe von 4 Millionen Euro vorgesehen.

Zuvor wurde bereits im Jahr 2025 erfolgreich an der Endwäsche gearbeitet. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist rechtzeitig zum Beginn der nächsten Kampagne im Jahr 2026 geplant.

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