Anzeige
 

Beyond Meat meldet deutlichen Umsatzrückgang

Der US-Hersteller pflanzlicher Fleischalternativen Beyond Meat hat am 6. August 2025 seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Mit einem Umsatz von 75,0 Millionen US-Dollar blieb das Unternehmen deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die 81,8 Millionen US-Dollar prognostiziert hatten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Minus von 19,6 Prozent. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten in den Hauptmärkten zog das Management die Jahresprognose zurück und gab nur eine Vorschau für das nächste Quartal.

Die Ergebnisse spiegeln eine schwächere Nachfrage im Einzelhandel wider, die unter den Erwartungen lag. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen weiterhin an strukturellen Anpassungen, um sinkenden Erlösen und steigenden Verlusten entgegenzuwirken. Beyond Meat entwickelt pflanzliche Alternativen zu Fleischprodukten und bietet ein breites Sortiment an, darunter Burger-Patties, Würstchen, Hackfleischersatz sowie neue Varianten wie Hähnchenstücke. Hauptabnehmer sind Einzelhandelsketten und Gastronomiebetriebe auf internationalen Märkten.

Besonders spürbar waren die Auswirkungen im US-Heimatmarkt. Dort verringerten sich die Umsätze im Einzelhandel um 26,7 Prozent, bedingt durch geringere Verkaufszahlen und eine abnehmende Zahl an Verkaufsstellen. Auch die internationalen Märkte verzeichneten Rückgänge, was die Gesamtergebnisse zusätzlich belastete. Der wachsende Preisdruck durch traditionelle Fleischanbieter und andere Produzenten pflanzlicher Alternativen zwingt das Unternehmen dazu, seine Kostenstrukturen anzupassen.

Um Einsparungen zu erzielen, hat Beyond Meat 44 Stellen gestrichen. Dieser Schritt soll erhebliche jährliche Kostensenkungen ermöglichen. Dennoch bleibt die finanzielle Lage angespannt. Während die liquiden Mittel bei 117,3 Millionen US-Dollar lagen, beliefen sich die Schulden auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Diese bestehen überwiegend aus Wandelanleihen sowie neu aufgenommenen hochverzinsten Laufzeitkrediten.

Trotz kursierender Spekulationen über eine mögliche Insolvenz stellte das Unternehmen klar, dass derzeit weder ein Antrag gestellt noch eine entsprechende Planung existiert. Das Management begründet die schwachen Ergebnisse vor allem mit der anhaltenden Nachfrageschwäche im Markt für pflanzliche Fleischprodukte.

Weitere Wirtschaftsnachrichten

Meldepflicht 2026: Was Betriebe über Wirtschaftsdünger wissen müssen

Ab dem Jahr 2026 unterliegen alle Betriebe in Deutschland, die Wirtschaftsdünger bewegen oder weitergeben, einer strengeren Melde- und Dokumentationspflicht. Diese Anpassungen betreffen...

Milchpreise im Sturzflug: Ostdeutsche Betriebe kämpfen ums Überleben

Die Milchpreise in Deutschland befinden sich im freien Fall, während die Kosten für Erzeuger weiterhin hoch bleiben und voraussichtlich noch weiter steigen...

Gericht bestätigt: Holztransporte mit Führerscheinklasse T erlaubt

Ein aktueller Rechtsstreit im Bereich der Forstwirtschaft lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frage der Führerscheinklassen für Holztransporte. Ein Forstunternehmen sieht sich mit...

Schleswig-Holstein: Mehr Geld für Gänseschäden – Entschädigung steigt

In Schleswig-Holstein hat die Landesregierung beschlossen, die finanzielle Unterstützung für Landwirte, die durch Wildgänse verursachte Schäden erleiden, erheblich zu erhöhen. Die bereitgestellten...

Forstwirt gewinnt gegen Finanzamt: Brennholz-Verkauf bleibt ermäßigt

Ein langwieriger Streit zwischen einem Forstwirt und dem Finanzamt über die Besteuerung von Brennholzverkäufen wurde nun zugunsten des Forstwirtes entschieden. Der Konflikt...