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Zuckerpreis drückt Südzucker-Ergebnis trotz guter Ernteerlöse

Die Herausforderungen für die Südzucker AG, Europas größtem Zuckerproduzenten, bleiben auch im Geschäftsjahr 2025/26 bestehen. Trotz erfreulicher Rübenerträge muss das Unternehmen einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Besonders das Segment Zucker belastet das Gesamtergebnis.

Deutlicher Umsatzrückgang trotz guter Ernte

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres verzeichnete die Südzucker AG einen merklichen Umsatzrückgang auf 6,36 Milliarden Euro, was einem Minus von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis sank drastisch auf 95 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr noch bei 236 Millionen Euro lag. Diese Entwicklung stellt die Landwirte vor zusätzliche wirtschaftliche Herausforderungen und erfordert Anpassungen in ihrer Planung.

Zuckermarkt als Hauptbelastungsfaktor

Das Segment Zucker bleibt der Hauptgrund für die schwachen Zahlen. Die Kombination aus niedrigen Preisen und reduzierter Absatzmenge führte zu einem Umsatzrückgang in diesem Bereich auf 2,15 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis des Segments zeigte mit minus 136 Millionen Euro ebenfalls eine negative Tendenz. Auch andere Bereiche wie Spezialitäten und Stärke verzeichneten rückläufige Entwicklungen, während das Segment Frucht durch gestiegene Preise trotz sinkender Absatzmengen einen leichten Umsatzzuwachs auf 1,25 Milliarden Euro erzielen konnte.

Rübenkampagne: Krankheiten und Erträge

Trotz der Herausforderungen zeigte sich die Rübenkampagne als Lichtblick. Die wechselhafte Witterung im Herbst führte zu überdurchschnittlichen Zuckererträgen in den meisten Anbauregionen. Maßnahmen gegen die Pflanzenkrankheit SBR zeigten Wirkung, auch wenn frühere Ertragsniveaus noch nicht ganz erreicht wurden. Die Verarbeitung schritt weitgehend reibungslos voran und soll bis Anfang Februar 2026 abgeschlossen sein.

Vorsichtige Prognose für die Zukunft

Südzucker hält an einer vorsichtigen Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Der Konzern erwartet einen Umsatz zwischen 8,3 und 8,7 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 100 bis 200 Millionen Euro. Die unbeständige geopolitische Lage und weltwirtschaftliche Unsicherheiten machen eine genaue Abschätzung der zukünftigen Entwicklung schwierig.

Landwirte stehen vor der Herausforderung, in einem volatilen Marktumfeld strategisch zu planen und sowohl kurzfristige Risiken als auch langfristige Chancen abzuwägen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rahmenbedingungen weiter entwickeln werden.

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