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Bayer kämpft mit Milliardenverlusten durch Glyphosat-Sonderkosten

Der Bayer-Konzern steht 2025 vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, da das Unternehmen aufgrund hoher Sonderaufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten um das glyphosathaltige Herbizid Roundup tief in die Verlustzone gerutscht ist. Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns betrug im Berichtsjahr minus 1,08 Milliarden Euro, während es im Vorjahr noch bei minus 71 Millionen Euro lag. Diese Entwicklung resultiert aus Sonderkosten von insgesamt 6,19 Milliarden Euro, die hauptsächlich auf laufende und erwartete Gerichtsverfahren zurückzuführen sind.

Finanzielle Zielvorgaben trotz Verluste erreicht

Bayers Nettoverlust fiel 2025 mit 3,62 Milliarden Euro ebenfalls deutlich negativ aus. Dennoch konnte der Konzern seine zuvor angehobenen Finanzziele für das Jahr erreichen. Vorstandschef Bill Anderson betonte bei der Bilanzvorlage die Fortschritte beim Umstrukturierungsprozess des Unternehmens. Zugleich arbeite Bayer daran, die juristischen Auseinandersetzungen in den USA zu begrenzen, unter anderem durch einen Sammelvergleich für aktuelle und künftige Roundup-Klagen. Der Umsatz des Unternehmens stieg währungs- und portfoliobereinigt leicht um 1,1 Prozent auf 45,58 Milliarden Euro an, während das EBITDA vor Sondereinflüssen um 4,5 Prozent auf 9,67 Milliarden Euro sank.

Anstieg im Agrarbereich durch Maissaatgut

Die Agrarsparte Crop Science verzeichnete ein leichtes Wachstum mit einem Umsatzanstieg von 1,1 Prozent auf 21,62 Milliarden Euro. Dieses Wachstum wurde maßgeblich durch das Geschäft mit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften vorangetrieben, dessen Erlöse um bemerkenswerte 13,2 Prozent zulegten. Bayer führt dies auf eine starke Produktnachfrage sowie größere Anbauflächen zurück. Auch das Gemüsesaatgutgeschäft entwickelte sich positiv mit einem Umsatzwachstum von 7,5 Prozent.

Rückgänge bei Insektiziden und Sojasaatgut

Trotz der positiven Entwicklungen im Bereich Maissaatgut musste Bayer Rückgänge in anderen Segmenten hinnehmen. Der Umsatz mit Fungiziden sank um 4,8 Prozent aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen und Marktschwächen in Nordamerika sowie Asien-Pazifik. Im Insektizidgeschäft fiel der Umsatzrückgang mit 12,2 Prozent besonders stark aus, was teilweise auf das Auslaufen der Registrierung des Produkts Movento in Europa zurückzuführen ist. Auch bei Sojabohnensaatgut wurden Einbußen von 7,7 Prozent verzeichnet.

Ausblick auf das Jahr 2026

Für das Jahr 2026 erwartet Bayer eine stabile Geschäftsentwicklung. Währungsbereinigt wird ein Umsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro prognostiziert sowie ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro. Allerdings wird ein negativer Free Cash Flow zwischen minus 2,5 bis minus 1,5 Milliarden Euro erwartet. Hintergrund sind geplante Auszahlungen in Höhe von rund fünf Milliarden Euro im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten.

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