Der Zuckerhersteller Nordzucker weist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 ein negatives operatives Ergebnis von 6 Millionen Euro aus. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch ein EBIT von 124 Millionen Euro erreicht, womit sich die Lage deutlich verschlechtert hat.
Die Umsätze gingen spürbar zurück. Während im ersten Quartal des Vorjahres noch 692 Millionen Euro erwirtschaftet wurden, lagen die Erlöse nun bei 603 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von rund 13 Prozent. Hauptursache sind die stark gesunkenen Zuckerpreise sowohl in der Europäischen Union als auch auf den internationalen Märkten.
Trotz einer Ausweitung der Absatzmengen bei Rüben- und Rohrzucker konnte dieser Rückgang nicht aufgefangen werden. Hinzu kommen hohe Produktionskosten aus der Kampagne 2024/25, die weiterhin das Ergebnis belasten.
Die Marktpreise für Zucker haben sich zuletzt auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Damit bleibt die wirtschaftliche Situation angespannt. Für das laufende Geschäftsjahr hat Nordzucker bereits ein negatives Ergebnis im unteren zweistelligen Millionenbereich einkalkuliert.
Um gegenzusteuern, setzt das Unternehmen verstärkt auf Kostensenkungen und baut bestehende Effizienzprogramme aus. Ziel ist es, die finanzielle Entwicklung gegenüber den bisherigen Planungen zumindest zu stabilisieren. Dennoch erwartet das Management für 2025/26 ein Jahresergebnis, das weiterhin im Minus liegt.
Auch die aktuellen Börsennotierungen für Zucker spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie maßgeblich die künftigen Erlöse des Konzerns beeinflussen.
