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US-Sojabohnenfläche soll bis 2026 um 4,7 % wachsen, sagt USDA

Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet für das Jahr 2026 mit einem signifikanten Anstieg der Sojabohnenanbaufläche in den Vereinigten Staaten. Ausschlaggebend sind hierbei die im Vergleich zu Mais günstigeren Produktionskosten sowie eine starke Inlandsnachfrage, insbesondere nach Sojaöl.

Prognosen deuten auf Flächenzuwachs

Auf dem Agricultural Outlook Forum präsentierte das USDA Schätzungen, die darauf hindeuten, dass US-amerikanische Landwirte Sojabohnen auf etwa 34,40 Millionen Hektar anbauen werden. Dies entspräche einem Zuwachs von 4,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Fläche für den Maisanbau abnimmt. Dies ist auf niedrige Getreidepreise und hohe Produktionskosten zurückzuführen, die die Rentabilität von Mais im Vergleich zu Sojabohnen verringern.

Produktionserwartungen steigen

Unter normalen Wachstumsbedingungen geht das USDA davon aus, dass der Ertrag von Sojabohnen bei 35,6 Dezitonnen pro Hektar liegen wird. Dies würde zu einer Gesamtproduktion von rund 121,1 Millionen Tonnen führen, was eine Steigerung von 5,1 Millionen Tonnen bedeuten würde. Die steigende Nachfrage nach Sojaöl, besonders aus dem Bereich der Biokraftstoffe, unterstützt diese Entwicklung und sorgt dafür, dass die Verarbeitungskapazitäten der Ölmühlen neue Höchststände erreichen könnten.

Unsicherheit über Handelsabkommen mit China

Für den Zeitraum 2026/27 erwartet das Ministerium eine Erholung der Sojabohnenexporte auf etwa 46,3 Millionen Tonnen. Dennoch bleibt ein potenzielles Handelsabkommen zwischen den USA und China mit Mindestkaufverpflichtungen politisch unsicher. Hinzu kommt Brasiliens starker Stand im Exportmarkt, der den internationalen Wettbewerb weiter verschärfen könnte. Indonesien zeigt zudem Interesse an höheren Importen aus den USA im Rahmen eines bilateralen Abkommens.

Zukünftige Entwicklungen im Blick

Die geplante Ausweitung des Sojabohnenanbaus in den USA könnte das bereits umfangreiche globale Angebot weiter vergrößern. Marktteilnehmer werden daher die kommenden Monate genau beobachten müssen – sei es hinsichtlich der Aussaatbedingungen oder der Wettereinflüsse während des Frühlings. Auch die Ertragsentwicklungen in wichtigen Anbauregionen wie Südamerika und dem Schwarzmeerraum dürften von Interesse sein.

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