Die Preise für Gurken haben sich in Russland seit Dezember drastisch erhöht, was sie zu einem Luxusgut gemacht hat. In Moskau kostet ein Kilogramm frischer Gurken mittlerweile rund 300 Rubel, was etwa 3,60 Euro entspricht. In nördlichen und östlichen Regionen des Landes sind die Preise sogar auf über 11 Euro pro Kilo angestiegen. Diese Preisexplosion führt dazu, dass Gurken teurer sind als Bananen. Hauptursachen für diesen Anstieg sind gestiegene Produktionskosten, Ernteprobleme sowie erhöhte Steuern und Abgaben.
Finanzielle Belastung für russische Haushalte
Russische Haushalte leiden unter der erheblichen finanziellen Belastung durch die gestiegenen Lebensmittelpreise. Viele Familien müssen inzwischen etwa die Hälfte ihres Einkommens für den Lebensmitteleinkauf aufwenden. Bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von rund 700 Euro stellt dies eine große Herausforderung dar. Die russische Kartellbehörde hat sowohl Produzenten als auch den Einzelhandel aufgefordert, die Gründe für die drastischen Preissteigerungen offenzulegen.
Wetterbedingungen beeinflussen deutsche Gurkenpreise
Auch in Deutschland haben sich die Preise für Gurken leicht erhöht, allerdings ist die Situation hier bei weitem nicht so dramatisch wie in Russland. Derzeit stammen die Schlangengurken in deutschen Supermärkten vor allem aus Spanien, den Niederlanden und Belgien. In München ergänzen Lieferungen aus Griechenland das Angebot. Die kühlen und feuchten Wetterverhältnisse in Südspanien haben jedoch zu einer Verknappung des Angebots geführt, was wiederum zu höheren Preisen führt.
Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wird erwartet, dass kurzfristig weitere Preisschwankungen auftreten könnten. Trotz dieser Entwicklungen ist eine vergleichbare finanzielle Belastung der deutschen Haushalte wie in Russland nicht zu erwarten.
