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Englische Bauern blockieren Supermärkte: Proteste gegen Billigimporte

In Großbritannien setzen Landwirte ihre Proteste gegen ausländische Billigimporte und unzureichende Erzeugerpreise fort. Jüngst blockierten sie erneut zentrale Verteilzentren von Supermärkten, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Proteste in Oxfordshire und Leicestershire

Vergangene Woche stoppten Bauern mit Traktoren und anderen Fahrzeugen den Zugang zu den Logistikzentren von Tesco und Asda in Didcot, Oxfordshire. Auch das Asda-Lager in Magna Park, Lutterworth, wurde von ähnlichen Aktionen betroffen. Die Organisation „Farmers Take Action“ koordinierte diese Aktionen und führte anschließend Gespräche mit den Einzelhändlern.

Kritik an unzureichenden Erzeugerpreisen

Ein Sprecher der Protestierenden betonte, dass die Landwirte für ihre Produkte „unzumutbar niedrige Preise“ erhielten, trotz der hohen Produktionsstandards in Großbritannien. Insbesondere die Preise für Milch sänken kontinuierlich, während die Supermarktpreise stabil blieben. Diese Situation setze die Bauern unter Druck, während Einzelhändler ihre Gewinnspannen sichern könnten.

Forderung nach fairen Preisen

Die Initiative betont, dass es den Landwirten nicht um besondere Vorteile gehe, sondern um faire Preise zur Sicherung der Zukunft der britischen Landwirtschaft. Phil Weston, ein Landwirt aus Northamptonshire, kritisierte in sozialen Medien die Bevorzugung importierter Produkte durch Tesco und Asda gegenüber heimischen Lebensmitteln.

Beteiligung lokaler Bauern

David Waters, ein Landwirt aus Südoxfordshire, berichtete von der Teilnahme von etwa 50 Bauern aus einem Umkreis von 80 km um Didcot. Diese Blockaden führten dazu, dass der Lkw-Verkehr zum Erliegen kam. Laut Waters unterstützten auch viele Tesco-Mitarbeiter die Aktion.

Supermärkte zeigen Entgegenkommen

Am Abend desselben Tages blockierten die Landwirte zudem das Asda-Gelände in Magna Park weiter. Laut Weston wollten die Protestierenden erst dann abziehen, wenn eine schriftliche oder Video-Bestätigung der Gespräche vorläge. Farmers Take Action meldete schließlich nach Mitternacht erfolgreiche Gespräche mit hochrangigen Vertretern von Asda und Tesco.

Andrew Opie vom British Retail Consortium erklärte, dass britische Lebensmittel bevorzugt bezogen würden und man weiterhin beabsichtige, dies so zu halten. Die Supermärkte wollen sich nun stärker darum bemühen, den Landwirten faire Preise zu zahlen. Die Lieferketten würden zudem streng überwacht, um eine gerechte Behandlung der Lieferanten sicherzustellen.

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