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BMLEH fördert 2023 Wärmebild-Drohnen für effektive Rehkitzrettung

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat für das laufende Jahr erneut eine Förderung von insgesamt 2,1 Millionen Euro bereitgestellt, um Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Rettung von Rehkitzen anzuschaffen. Diese Initiative soll die Nutzung solcher Technologien in der Fläche ausweiten, insbesondere um während der ersten Grünlandmahd die Jungtiere zu schützen.

Förderung mit Festbeträgen und erweiterte Einsatzmöglichkeiten

Die aktuelle Förderperiode sieht vor, dass pro Drohne ein Festbetrag von maximal 3.000 Euro gewährt wird. Diese Art der Finanzierung soll dafür sorgen, dass Anträge zügiger bearbeitet und die entsprechenden Geräte schneller verfügbar gemacht werden können. Eine Neuerung in diesem Jahr ist, dass die geförderten Drohnen zusätzlich zur Bekämpfung von Tierseuchen eingesetzt werden dürfen. Allerdings ist diese Nutzung ausschließlich auf Anordnung der zuständigen Tierseuchenbehörden gestattet.

Anträge für diese Förderung können bis zum 30. Juni 2026 eingereicht werden, wobei die entsprechenden Richtlinien im Bundesanzeiger nachgelesen werden können.

Antragsberechtigte Organisationen

Laut BMLEH sind antragsberechtigt eingetragene Kreisjagdvereine sowie Jägervereinigungen auf Kreisebene in der Form eines eingetragenen Vereins. Darüber hinaus können auch andere eingetragene Vereine auf regionaler oder lokaler Ebene Anträge stellen, sofern ihre Hauptaufgaben in der Pflege und Förderung des Jagdwesens oder der Rettung von Wildtieren liegen. Besonders im Fokus stehen hierbei die sogenannten Kitzrettungsvereine.

Jagdgenossenschaften und Privatpersonen sind hingegen nicht antragsberechtigt. Weitere Details zur Antragstellung sind über offizielle Kanäle erhältlich.

Kritik und Anerkennung

Trotz einer angespannten Haushaltslage konnte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer die Fördermittel sichern. Rainer hebt hervor, dass Drohnen ein effektives Mittel für den Tierschutz darstellen. Er würdigt zudem ausdrücklich das Engagement der ehrenamtlichen Helfer sowie der Jäger- und Hegegemeinschaften, die vor Ort aktiv an der Suche und Bergung von Rehkitzen beteiligt sind.

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