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Milchmarkt zeigt gemischte Preisentwicklungen

Während die internationalen Milchpreise größtenteils stabil bleiben, zeigen sich bei den Börsenpreisen für Butter und Magermilchpulver leichte Rückgänge. Die aktuellen Milcherzeugungskosten werden weiterhin nicht vollständig durch die Auszahlungspreise gedeckt. Verschiedene Marktindikatoren bieten Einblicke in die mögliche Preisentwicklung bis Ende 2024 und darüber hinaus.

Die internationale Handelsbörse für Milchprodukte, Global Dairy Trade, verzeichnete diese Woche eine leichte Stabilisierung der Preise nach einem vorherigen Rückgang. Der durchschnittliche Preis über alle Produkte stieg um 0,4 % auf 3.837 US-Dollar pro Tonne, wobei sich die einzelnen Produktgruppen unterschiedlich entwickelten. So stiegen die Preise für Cheddar um 6,2 % auf 4.217 US-Dollar pro Tonne, während Vollmilchpulver um 16 % auf 3.142 US-Dollar pro Tonne fiel.

Das IG-Milchbarometer, das die Börsenpreise für Butter und Magermilchpulver reflektiert und als Frühindikator für zukünftige Marktentwicklungen dient, sank Ende Juni leicht um 0,4 Cent auf 48,3 Cent pro Kilogramm Milch. Dies deutet auf eine mögliche Abschwächung der hohen Erwartungen für das vierte Quartal hin, insbesondere da die Anlieferungssituation global gesehen schwächer wird.

In China macht sich ein Rückgang der Importe bei Magermilchpulver und Säuglingsnahrung bemerkbar, was zusätzlichen Druck auf die Preise ausübt. Trotz einer Erhöhung der Importmengen für fettreiche Milchprodukte in jüngster Zeit, bleibt die Lage angespannt.

Auf der Erzeugerseite spiegelt der Milch Marker Index (MMI) weiterhin eine ungünstige Situation wider. Im April 2024 lagen die Milchproduktionskosten bei 46,30 Cent pro Kilogramm, während der Auszahlungspreis nur 44,79 Cent betrug, was einer Kostendeckung von 97 % entspricht. Trotz einer Verbesserung von zuvor 92 % bleibt die Kostendeckungssituation für die Milcherzeuger herausfordernd.

Frank Lenz, Vorstandsvorsitzender des MEG Milch Board, beschreibt die Marktsituation als verhalten optimistisch. Obwohl die Nachfrage nach Milch sowohl von Konsumenten als auch von Verarbeitern lebhaft ist und die Verwertung auf dem Weltmarkt gut verläuft, haben es die Molkereien versäumt, die Preiserwartungen vollständig zu erfüllen. Laut Lenz könnten zögerliche Preispolitik und die starken Deckungsbeiträge des Handels dazu beitragen, dass die Milcherzeuger nicht vollständig von den aktuellen Marktentwicklungen profitieren.

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