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USA steigert Milchproduktion und erzielt Rekord bei Butterexporten

Die US-amerikanische Milchindustrie sieht sich weiterhin im Aufwind, wobei sowohl die Produktion als auch die Exporte von Milchprodukten beachtliche Zuwächse verzeichnen. Laut einem Bericht der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMB) stieg die Milchanlieferung zu Beginn des Jahres 2026 fortlaufend an.

Steigende Milchproduktion

Im Januar 2026 erreichte die Milchabgabe der Landwirte an Molkereien in den USA 8,99 Millionen Tonnen, was einer Steigerung von 3,2 % im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres entspricht. Dieser Zuwachs war jedoch weniger stark als der Anstieg von 4,2 % im Dezember 2025. Insgesamt belief sich die Milchproduktion in den USA im Jahr 2025 auf rund 105 Millionen Tonnen, was einen Anstieg von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Parallel dazu erhöhte sich der Bestand an Milchkühen um 2 % auf 9,58 Millionen Tiere.

Exportboom bei Butter und Käse

Die Ausfuhr von Milchprodukten aus den USA hat im vergangenen Jahr ebenfalls zugenommen. Besonders bemerkenswert sind die Butterexporte, die mit fast 130.000 Tonnen einen neuen Höchststand erreichten. Dies stellt mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr dar und übertrifft das Niveau von 2020 um über 100.000 Tonnen. Auch der Käseexport zeigte seit dem Jahr 2020 ein stetes Wachstum und steigerte sich um 20,1 % auf etwa 613.000 Tonnen im Jahr 2025.

Die Exporte von Milchpulver entwickelten sich hingegen uneinheitlich: Während Magermilchpulverausfuhren um rund 9 % zurückgingen, stiegen die Vollmilchpulverexporte um etwa 56 % an.

Rückgang bei Importen

Im Gegensatz dazu gingen die Importe von Milchprodukten in die USA im Jahr 2025 größtenteils zurück. Die Einfuhren von Butter sanken um deutliche 37,6 % auf knapp unter 69.000 Tonnen, nachdem sie im Vorjahr Höchstwerte erreicht hatten. Auch bei Käse wurde ein Rückgang um 9,4 % verzeichnet. Lediglich Importe von Milch- und Molkenpulver nahmen zu, blieben jedoch weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

EU-Exporte trotzen höheren Zöllen

Trotz steigender Zölle konnte die EU-27 ihre Ausfuhren bestimmter Milchprodukte in die USA erhöhen. Die Butterlieferungen aus der EU stiegen um beachtliche 13,4 % auf über 70.000 Tonnen an. Im Gegensatz dazu sanken die Käseexporte aus der EU um 2,5 %, insgesamt jedoch lieferten Frankreich (+2,1 %), Irland (+9,8 %) und Deutschland (+2,5 %) mehr Käse in die Vereinigten Staaten.