Im Februar 2026 verzeichnete der Kieler Rohstoffwert Milch einen bemerkenswerten Anstieg um 11,2 %, was einem Sprung von 30,3 auf 33,9 Cent je Kilogramm Milch entspricht. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die erheblichen Preissteigerungen bei Magermilchpulver zurückzuführen. Auch Butter trug mit einem leichten Preisanstieg zu diesem Trend bei. Das ife Institut für Ernährung und Ernährungswirtschaft Kiel ermittelt diesen Wert basierend auf den Marktpreisen, wobei eine Rohmilch ab Hof der Milcherzeugungsbetriebe mit einem Fettgehalt von 4,0 % und einem Eiweißgehalt von 3,4 % betrachtet wird.
Deutliche Preissteigerungen bei Magermilchpulver und Butter
Die Preise für Magermilchpulver stiegen um beachtliche 16,9 %, während Butterpreise einen moderaten Anstieg von 1,2 % verzeichneten. Konkret kletterten die durchschnittlichen Preise für Magermilchpulver von 197,3 auf 230,6 Euro je 100 Kilogramm. Bei Butter stiegen die Preise von 421,8 auf 426,8 Euro je 100 Kilogramm Produkt. Trotz dieser aktuellen Anstiege liegt der ife Rohstoffwert Milch im Vergleich zum Februar des Vorjahres immer noch 34,4 % niedriger, denn damals betrug er 51,7 Cent je kg.
Nachfrage nach Butter bleibt stabil
Einen weiteren Preisanstieg erlebte die Blockbutter am 25. Februar in Kempten, wo die Preise zwischen 4,35 und 4,65 Euro pro Kilogramm lagen. Laut Marktbeobachtern resultiert dies aus einer ungebrochenen Nachfrage seitens der Händler. Diese zeigen verstärktes Interesse an Käufen für verschiedene Liefertermine und schließen vermehrt Verträge auf dem aktuellen festen Preisniveau ab. Dennoch sind Hersteller zögerlich bei langfristigen Vereinbarungen aufgrund unsicherer Angebotsprognosen.
Aussagen aus dem Lebensmitteleinzelhandel bestätigen ebenfalls eine gute Nachfrage nach abgepackter Butter. Erwartet wird eine zusätzliche Belebung des Absatzes durch das bevorstehende Ostergeschäft im März. Obwohl sich die Abgabepreise bisher stabil hielten, planen Molkereien für den kommenden Monat Preiserhöhungen.
Anhaltende Nachfrage nach Magermilchpulver
Sowohl im Handel als auch im Export bleibt das Interesse an Magermilchpulver stark ausgeprägt. Ungeachtet globaler Ereignisse wie des Fastenmonats Ramadan oder des chinesischen Neujahrsfestes zeigt sich der Markt stabiler als in den Vorjahren. Die positiven Exportaussichten tragen zu einer ausgeglichenen Marktlage bei und führen dazu, dass die Preise für Futtermittelware ebenfalls fester tendieren.
