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Ölsaaten stabilisieren sich dank Chinas Zollpolitik trotz Iran-Krise

Die jüngste Krise im Iran hat spürbare Auswirkungen auf die internationalen Agrarmärkte. In Paris verzeichnete der Weizentermin nach dem Beginn des Handelstages einen leichten Rückgang von 2 €/t. Während der Märztag an der Euronext am Wochenende um 0,3 % auf 197,50 €/t gestiegen war, zeigte sich der Weizen in Chicago an der CBoT ebenfalls leicht im Plus. Der Mai-Kontrakt erhöhte sich um 17 Cent auf 5,92 US-$/bu (185 €/t), was einem Wochenzuwachs von 1,9 % entspricht. Diese Entwicklung wird durch schwächere Bewertungen des Winterweizens in Frankreich unterstützt. Allerdings bleibt die Situation aufgrund der Iran-Krise ungewiss und könnte den Agrarhandel weltweit beeinflussen.

Ölsaatenmärkte: Uneinheitliche Entwicklungen

Die Ölsaatenmärkte zeigen ein gemischtes Bild. In Paris nähern sich die Rapskurse der Marke von 500 €, während Sojabohnen und -schrot in Chicago Verluste hinnehmen mussten. Trotz eines Wochenplus von 1,5 % für Soja zeigten sich die Märkte vor dem Wochenende schwächer. Eine positive Nachricht kam aus China: Die temporäre Aussetzung der Importzölle auf kanadisches Rapsschrot hat den globalen Rapsmarkt stabilisiert. Diese Entscheidung stützt die Preise und verbessert die Aussichten im Canola- und Rapskomplex.

Maismarkt: Unterstützung durch Weizen

Der Maismarkt konnte über den Monatswechsel hinweg zulegen. An der Euronext stieg der Juni-Termin um insgesamt 2,6 %, wobei er am Freitag um 4,50 € auf 197,25 €/t kletterte. Heute notiert er bei etwa 220 €/t. Auch in Chicago stieg der Mai-Kontrakt um 5 Cent auf 4,49 US-$/bu (150 €/t) und verzeichnete ein Wochenplus von 2 %. Die Entwicklung wird vor allem durch Gewinne im Weizenmarkt gestützt, was Anschlusskäufe im Futtersektor begünstigt hat. Auch klimatische Unsicherheiten bezüglich der brasilianischen Safrinha-Ernte beeinflussen weiterhin positiv die Preisentwicklung.

Kartoffelmärkte: Anhaltender Druck

Der Kartoffel-Futures-Markt bleibt unter Druck. Der April-2026-Kontrakt verlor rund 1 €/dt und liegt nun bei schwachen 3 €/dt. Im Gegensatz dazu hält sich der April-2027-Kontrakt stabil bei etwa 21 €/dt. Das Handelsvolumen ist gering und es sind keine neuen Kaufimpulse erkennbar, was die allgemein gedrückte Stimmung am physischen Markt widerspiegelt.

Milchprodukte: Magermilchpulver gefragt

In der letzten Woche zeigte sich an der EEX ein gemischtes Bild bei den Milchprodukten. Die Butter für März26 fiel leicht um 1 % auf 4.375 €/t, während Magermilchpulver einen deutlichen Gewinn von 3,6 % verzeichnete und nun bei 2.558 €/t liegt. Die Nachfrage am Weltmarkt bleibt lebhaft, was die Preise stützt, insbesondere für Magermilchpulver mit seinen guten Exportmöglichkeiten. Trotz hoher Milchproduktion in Europa verliert das große Rohmilchangebot an Einfluss auf die Preise, wodurch sich die Terminmärkte stabil bis fester entwickeln.

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