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Neugegründete Partei Deutsch-Land-Wirtschaft tritt zur Brandenburger Landtagswahl an

Die im Juni offiziell gegründete Partei Deutsch-Land-Wirtschaft (DLW) hat einen ersten bedeutenden Erfolg erzielt: Die Partei wurde zur Landtagswahl in Brandenburg am 22. September zugelassen. Der Landeswahlleiter von Brandenburg bestätigte nach Prüfung aller erforderlichen Unterlagen und Formalitäten die Zulassung der Partei. Dies ermöglicht der DLW, sich zum ersten Mal dem Wählervotum zu stellen. „Wir freuen uns darüber, dass wir zur Landtagswahl zugelassen wurden und sind bereit, uns mit unseren Ideen und Vorhaben für die Interessen unserer Wähler und Mitglieder einzusetzen“, erklärte Thomas Essig, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Brandenburg.

Als nächsten Schritt kündigte Essig die Aufstellung einer Landesliste an. Er lud alle Mitglieder der Gesellschaft, darunter auch Handwerker, Mediziner, Pflegekräfte, Industriearbeiter, Lehrer und Verwaltungsangestellte, zur Mitwirkung ein. Roland Strassberger, ein weiterer Vorstandskollege, betonte die besondere Bedeutung der Landwirtschaft für die Partei: „Anders als bei allen anderen Parteien ist die (Land)wirtschaft und der ländliche Raum bei der DLW kein nötiges Anhängsel zur Vervollständigung des Parteiprogrammes, sondern es sind die Kernelemente unserer politischen Bemühungen.“

Das Parteiprogramm der DLW legt einen starken Fokus auf die Landwirtschaft. Eine zentrale Forderung ist die sofortige Rücknahme der Steuererhöhung auf Agrardiesel. Zudem fordert die Partei eine Rückbesinnung auf den elementaren Wert der Landwirte und eine unideologische, verlässliche Neujustierung der Agrarpolitik. Das Leitbild der Partei orientiert sich am Landwirtschaftsgesetz von 1955. Dieses Gesetz soll sicherstellen, dass die Landwirtschaft in der Lage ist, die naturbedingten und wirtschaftlichen Nachteile gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen auszugleichen und ihre Produktivität zu steigern.

Die DLW betont, dass sowohl konventionelle als auch ökologische Marktsegmente ihren Platz haben sollten. Allerdings kritisiert die Partei die politischen Ausbauziele für den ökologischen Landbau, insbesondere wegen der negativen Auswirkungen des Pflügens auf die Bodenbiologie. Stattdessen sieht die Partei in der „regenerativen Landwirtschaft“ einen möglichen Königsweg zwischen beiden Welten und fordert eine bessere politische Unterstützung für diese Wirtschaftsweise.

Die Partei Deutsch-Land-Wirtschaft geht mit einem klaren Fokus auf die Interessen der Landwirte und des ländlichen Raums in die bevorstehende Wahl. Ob sie damit bei den Wählern punkten kann, wird sich im September zeigen.

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