Auf der Grünen Woche in Berlin haben bedeutende Branchenverbände die „Initiative Plattform Ackerbau“ (IPA) ins Leben gerufen. Diese neue Plattform soll die gesamte Wertschöpfungskette im Ackerbau, von der Produktion über den Handel bis hin zur Verarbeitung, vernetzen. Ziel ist es, den Dialog zwischen den Akteuren zu fördern und strategische Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Ziele der Initiative
Die IPA strebt nicht nur eine verstärkte Zusammenarbeit an, sondern möchte auch den Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Beteiligten intensivieren. Dies soll eine gemeinsame Basis für die Kommunikation mit Marktteilnehmern und der breiten Öffentlichkeit schaffen. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung am Montag wurde das Vorhaben offiziell gestartet.
Beteiligte Organisationen
Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS), der Verband Deutscher Großbäckereien sowie der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). Diese Organisationen wollen durch die Zusammenarbeit vor allem Themen wie Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit voranbringen.
Einordnung durch Hubertus Paetow
Laut Hubertus Paetow, Präsident der DLG, befindet sich Europa in einer Phase, in der die ökologische Transformation zunehmend Einfluss auf das wirtschaftliche Leben nimmt. Paetow betonte, dass es darum gehe, die nachhaltige Lebensmittelerzeugung wirtschaftlich erfolgreich zu gestalten. Die IPA soll hierbei als neutrale Plattform fungieren, um wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Entscheidungen zu ermöglichen.
Organisatorische Struktur
Die Koordination der Plattform übernimmt die DLG. In Zukunft wird ein Steuerungskreis eingerichtet, in dem Vertreter der Verbände zusammenkommen. Zudem sind Fachbeiräte für spezifische Themen sowie ein wissenschaftlich und politisch besetztes Kuratorium geplant, um beratend tätig zu werden.
Mit dieser Initiative setzen die beteiligten Verbände ein starkes Zeichen für mehr Transparenz und Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Ackerbau. Durch diese Vernetzung könnten Herausforderungen wie Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement effektiver angegangen werden.
