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China prüft Marktöffnung: Hoffnung für deutsche Schweinehalter wächst

Die jüngsten Entwicklungen auf dem Schweinemarkt könnten für Erleichterung sorgen, doch schnelle Hilfen für die Landwirte bleiben aus. Beim Branchengipfel Fleisch in Berlin wurden die Erwartungen der Schweinehalter nicht erfüllt. Konkrete Unterstützungszusagen blieben aus, obwohl der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer führende Vertreter der Vieh- und Fleischwirtschaft eingeladen hatte.

Preisanstieg verhindert Krisenhilfe

Eine rasche Krisenhilfe für die Schweinehalter wurde Anfang der Woche vom CSU-Agrarminister im EU-Agrarrat abgelehnt. Der Grund dafür ist der Anstieg des VEZG-Preises um 10 Cent auf 1,55 €/kg. Laut der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) reicht dieser Preis jedoch nicht aus, um die Kosten zu decken, die erst bei 2 €/kg erreicht werden.

Chinas Marktöffnung als Hoffnungsschimmer

Stefanie Sabet vom Deutschen Bauernverband (DBV) betonte die Notwendigkeit eines Maßnahmenpakets zur Unterstützung vor allem der Sauenhalter. Nach dem abrupten Ende des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung seien alternative Unterstützungen unerlässlich. Auch das Genehmigungsrecht müsse angepasst werden, und es bedürfe einer besseren Koordination bei Tierseuchenbekämpfungen.

Die Hoffnung richtet sich zudem auf China: Bundeskanzler Friedrich Merz war kürzlich dort, und Agrarminister Rainer plant ebenfalls eine Reise nach China. Eine Marktöffnung wäre ein bedeutendes Signal für die deutsche Fleischwirtschaft. Michael Schulze Kalthoff von Westfleisch und Martin Müller vom Verband der Fleischwirtschaft (VDF) sehen darin einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung des Marktes.

Diskussion über steuerliche Entlastungen

Vertreter des DBV fordern eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, um den Landwirten in Zeiten schwankender Märkte mehr Sicherheit zu bieten. Minister Rainer versprach, neben dieser Maßnahme auch weitere unterstützende Schritte vor allem für Sauenhalter zu prüfen. Ziel sei es, Bürokratie abzubauen und das Tierhaltungskennzeichnungs-Gesetz praxisgerecht umzusetzen.

Peter Jung vom Deutschen Raiffeisenverband (DRV) betonte die Notwendigkeit von Planungssicherheit angesichts des geplanten Starttermins des THKG am 1. Januar 2027. Der Dialog mit der Branche soll fortgeführt werden, um den Herausforderungen gemeinsam entgegenzutreten.

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