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Märkte im Überblick: Weizen, Ölsaaten, Mais, Kartoffeln und Milch

Weizen: Prognosen beeinflussen die Märkte

An den Terminbörsen und CBoT verzeichneten die Weizenkurse zuletzt leichte Rückgänge. Der Frontmonat September 2024 fiel an der Euronext um 1,50 € auf 263,25 €/t. An der CBoT sank der Juli 2024-Kontrakt um 7,50 Cent auf 692,75 US-Cent/bu, was 235,68 EUR/t entspricht. Diese Kursbewegungen spiegeln die Erwartungen wider, dass die russische Weizenernte rund 82 Millionen Tonnen erreichen wird. Zudem könnten bevorstehende Niederschläge in einigen Anbauregionen für Entlastung sorgen. Unklar bleibt, ob Indien die Importsteuer von 40 % auf aufhebt, um die staatlichen Reserven aufzufüllen. Analysten schätzen, dass dies zu Importen von 3-5 Millionen Tonnen führen könnte.

Ölsaaten: Raps nimmt die 500 €-Marke ins Visier

Die Sojabohnenkurse an der CBoT gingen zuletzt zurück, wobei der Frontmonat Juli 2024 bei 1.214 US-Cent/bu (413,02 EUR/t) schloss und einen Verlust von 15,50 Cent verzeichnete. Während Sojamehl ebenfalls betroffen war, konnte sich Sojaöl behaupten. An der Euronext zeigte nach anfänglicher Schwäche zu Beginn der Woche eine positive Entwicklung. Der August 2024-Kontrakt stieg um 4,25 € auf 492,50 €/t und überschritt in den Folgemonaten wieder die 500 €-Marke. Der schwächere Euro unterstützte den Raps, während die anhaltend schwache Nachfrage die Sojabohnen belastet.

Mais: Konkurrenz für US-Exporte

Die an der Euronext zeigten zuletzt ein gemischtes Bild. Der Frontmonat Juni 2024 verzeichnete einen leichten Anstieg um 0,75 € auf 215,00 €/t, während die folgenden Monate moderate Verluste hinnehmen mussten. An der CBoT sanken die Maiskurse ebenfalls, wobei der Juli 2024-Kontrakt bei 455,25 US-Cent/bu (165,94 EUR/t) schloss und damit den tiefsten Stand seit einer Woche erreichte. US-Mais könnte bei den Exporten nach China auf Konkurrenz aus Südamerika stoßen, da kürzlich zwei argentinische -Sorten für den Export in die Volksrepublik zugelassen wurden.

Kartoffeln: Deutliche Gewinne

Die Kartoffel-Futures an der Börse verzeichneten zuletzt deutliche Zugewinne. Die maßgeblichen Fälligkeiten stiegen im Wochenverlauf um rund 5 €/dt oder gut 11 %. Der Frontmonat Juni 2024 erreichte somit die 50-€-Marke, während der April 2025-Termin die 38-€-Marke erreichte. Das Kaufinteresse wurde durch den fest gestimmten Kassamarkt mit steigenden Tagespreisen angefeuert. Schwächen sind in den weiteren Tendenzen kaum zu erkennen.

Milch: Stabilität bei Butter, Schwäche bei Milchpulver

Die Butterkurse an der EEX in Leipzig blieben zuletzt stabil auf dem erreichten hohen Niveau. Der Juni 2024-Kontrakt schloss am Mittwoch bei 6.588 €/t und verzeichnete innerhalb eines Monats einen Anstieg von über 10 %. Magermilchpulver hingegen musste erneut einen Rücksetzer hinnehmen, wobei der Juni 2024-Kontrakt bei 2.432 €/t schloss. Der jüngste Anstieg wurde nahezu komplett wieder abgegeben, nachdem der Kurs seit Mitte März nicht mehr maßgeblich über die 2.500 €-Marke gestiegen war. Das Laufzeittief wurde am 20. März 2024 mit 2.325 €/t erreicht.