Der Weizenhandel an der Euronext beendete die Woche uneinheitlich. Der Dezember-Termin sank um 0,75 Euro auf 189 Euro je Tonne und markierte damit ein neues Verlaufstief. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 5 Euro beziehungsweise 2,6 Prozent. Auch an der CBoT in Chicago bewegten sich die Preise nach unten. Der Dezember-Kontrakt verlor 0,25 Cent auf 5,19 US-Dollar je Scheffel, was rund 163 Euro je Tonne entspricht. Insgesamt belief sich der Wochenverlust hier auf 15 Cent oder 2,8 Prozent. Händler sehen den Markt weiterhin unter Druck, da reichlich Ware verfügbar ist und Käufer auf weitere Rückgänge spekulieren. Zusätzlich könnte der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar den Trend verstärken.
Die Kartoffelnotierungen bleiben auf niedrigem Niveau. Der April-2026-Kontrakt lag zuletzt bei 7,50 Euro je Dezitonne, während der April-2027-Termin bei 16 Euro je Dezitonne notiert wurde. Das Marktumfeld ist geprägt von schwacher Nachfrage und großem Angebot. Erste Proberodungen deuten zwar nicht auf Höchsterträge hin, doch durch die starke Ausweitung der Anbaufläche bleibt das Überangebot bestehen. Auch die Terminmärkte lassen derzeit kaum Anzeichen einer Erholung erkennen.
Auch der Maismarkt schloss die Woche schwächer. An der CBoT fiel der Dezember-Termin um 1,75 Cent auf 4,18 US-Dollar je Scheffel (140 Euro je Tonne). Das Wochenminus lag bei 2,25 Cent oder 0,5 Prozent. In Paris verlor der November 0,25 Euro auf 186 Euro je Tonne, ein Rückgang von 3 Euro beziehungsweise 1,6 Prozent in der Wochenbilanz. Für Überraschung sorgte eine Prognose von S&P Global Commodity Insights, die eine noch höhere US-Ernte als vom Landwirtschaftsministerium erwartet vorhersagt. Brasiliens Exporteure kämpfen zudem mit dem Druck der günstigen US-Ware.
Bei den Milchprodukten setzte sich der Abwärtstrend fort. Der Oktober-Future für Butter an der EEX gab um 361 Euro auf 6.025 Euro je Tonne nach. Damit beträgt der Rückgang innerhalb von vier Wochen rund 1.000 Euro. Magermilchpulver folgte diesem Trend: Der September-Kontrakt fiel in der letzten Woche um 44 Euro auf 2.356 Euro je Tonne. Besonders der Weltmarkt übt starken Druck auf die Preise aus. Vor allem Butter steht unter Belastung, auch wegen der von den USA erhobenen Zölle, die vor allem irische Molkereien treffen.
Beim Rapshandel waren die Bewegungen am Freitag gering. Der Frontmonat November an der Euronext blieb unverändert bei 461,25 Euro je Tonne. In der Wochenbilanz ergibt sich ein leichter Rückgang von 1,25 Euro oder 0,3 Prozent. Auf den Ölsaatenmärkten belastet der internationale Handelskonflikt die Stimmung. Während Sojabohnen und Sojaöl an der CBoT schwächer tendierten, konnte Sojaschrot leicht zulegen. Die November-Bohne verlor 6 Cent auf 10,27 US-Dollar je Scheffel (322 Euro je Tonne), womit das Wochenminus 27,5 Cent oder 2,6 Prozent beträgt. China verstärkt seine Käufe in Südamerika, während Kanada neue Förderprogramme für die heimische Biodieselproduktion ankündigte.
