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Weizenmärkte im Aufwind, Ölsaaten und Milchprodukte unter Druck

Die Lage auf den Agrarmärkten wird derzeit aufmerksam verfolgt, da sich wöchentlich neue Tendenzen abzeichnen. Besonders im Weizenhandel deutet sich in Argentinien ein positiver Verlauf an. An der Euronext konnte der Frontmonat Dezember am Mittwoch leicht um 0,25 € auf 188 €/t zulegen. Auch in den USA zeigten sich moderate Preissteigerungen: Der Soft Red Winter erhöhte sich um 0,5 Cent auf 5,07 US-$/bu, was rund 160 €/t entspricht. Die Erwartung einer Rekordernte in Argentinien dürfte das weltweite Angebot spürbar ausweiten. Gleichzeitig hemmen verhaltene Verkäufe aus der europäischen Landwirtschaft den Exportfluss. Ein schwächerer Euro sorgt dabei für eine gewisse Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit westeuropäischer Ausfuhren.

Im Segment der Ölsaaten zeigte sich ein anderes Bild. Raps verzeichnete an der Euronext einen leichten Rückgang: Der Novemberkontrakt verlor am Mittwoch 0,50 € und beendete den Handel bei 466,25 €/t. In den Vereinigten Staaten legten die Sojabohnen hingegen weiter zu. Der November-Termin stieg um 7,5 Cent auf 10,29 US-$/bu. Auch die Preise für Sojamehl und Sojaöl bewegten sich nach oben. Steigende Pflanzenölpreise und die Zuversicht auf eine Entspannung der internationalen Handelsbeziehungen stützten den Markt für Ölsaaten zusätzlich.

Ebenfalls leicht fester zeigte sich der Maishandel. In Chicago konnte der Dezember-Future um 2,25 Cent auf 4,22 US-$/bu (143 €/t) zulegen. An der Euronext kletterte der November-Termin um 0,50 € auf 184,50 €/t. Trotz dieser leichten Zuwächse bleibt das internationale Angebot umfangreich, was die Kursentwicklung weiterhin dämpft. Gute Wetterbedingungen in Nord- und Südamerika verstärken diesen Effekt. Marktteilnehmer bemängeln zudem den Ausfall aktueller USDA-Daten, da der monatliche WASDE-Bericht infolge einer teilweisen Regierungsstilllegung nicht veröffentlicht wird.

Bei Kartoffeln blieb die Marktlage weitgehend stabil. Die Terminkontrakte für April 2026 und April 2027 verharrten bei ihren bisherigen Notierungen von 7 bis 8 €/dt beziehungsweise 18 €/dt. Zwar kam es vereinzelt zu Aktivitäten am Kassamarkt, insgesamt jedoch blieb das Handelsgeschehen verhalten. Diese Zurückhaltung spiegelt die angespannte Stimmung im Kartoffelmarkt wider.

Im Milchsektor zeigte sich zu Wochenbeginn ein nachgebender Trend. An der EEX sank der Butterpreis im Frontmonat Oktober auf 5.495 €/t und damit um 80 € gegenüber dem Stand vom Freitag zuvor. Beim Magermilchpulver blieb der Handel überschaubar und konzentrierte sich auf Kontrakte für das Jahr 2026. Während der schwächere Euro die Exportaussichten für Pulver leicht verbessert, steht der Buttermarkt aufgrund des reichlichen Angebots an Milchfett weiterhin unter Druck.

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