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Butterpreise fallen weiter, Milchmarkt zeigt erste Erholungstendenzen

An der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten wurden die Preise für Butter erneut gesenkt, was den anhaltenden Abwärtstrend bestätigt. Der untere Preisbereich fiel um 10 Cent auf 3,90 Euro pro Kilogramm, während das obere Ende unverändert blieb. Die Frage steht im Raum, ob große Einzelhandelsketten wie Aldi und Lidl ihre Preise im Laden anpassen werden.

Verbraucherinteresse an Butter sinkt

Trotz der Preissenkungen an der Börse blieben die Preise für Päckchenbutter in Kempten stabil zwischen 3,65 und 4,85 Euro pro Kilogramm. Der Einstiegspreis im Einzelhandel liegt bereits bei 99 Cent pro 250 Gramm, ein Niveau, das Verbraucher offenbar nicht mehr stark zum Kauf animiert. Die Nachfrage nach Butter sei saisonal normal, berichten Marktbeobachter. Im Gegensatz dazu bleibt die Nachfrage nach Blockbutter in 25-Kilogramm-Blöcken aus Handel und Industrie hoch.

Hohe Milchanlieferung belastet Preise

Der Milchmarkt sieht sich mit einer signifikant höheren Anlieferung konfrontiert als im Vorjahr, was die Milchpreise unter Druck setzt. Frei gehandelte Spotmilch wurde Mitte Januar in Nord- und Westdeutschland für nur noch 19 Cent pro Kilogramm verkauft, während sie im Süden bei 20 Cent lag. Laut dem Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) blieb das hohe Niveau der Milchanlieferung selbst während einer Kältewelle bestehen. Die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) gibt an, dass das Liefervolumen um 6,7 Prozent über dem Vorjahr liegt.

Positive Signale bei Magermilchpulver

Im Gegensatz zu den rückläufigen Tendenzen bei Milch und Butter zeigt sich der Markt für Magermilchpulver optimistischer. Mitte dieser Woche stiegen die Preise für Magermilchpulver in Futtermittelqualität auf 1,96 bis 2,00 Euro pro Kilogramm, ein Anstieg von 12 Cent gegenüber der Vorwoche. In Nahrungsmittelqualität lagen die Preise bei 2,10 bis 2,22 Euro pro Kilogramm und damit 5 Cent höher. Laut ZMB gibt es starkes Kaufinteresse von Molkereien für den Exportmarkt sowie Verträge innerhalb des Binnenmarktes.

Käsepreise ohne Veränderungen

Die Käsenotierungen blieben stabil; Emmentaler und Viereckhartkäse kosteten weiterhin zwischen 5,20 und 6,70 Euro pro Kilogramm. Für Allgäuer Emmentaler wurden Preise von 7,60 bis 8,40 Euro verlangt. Auch in Hannover gab es keine Veränderungen: Gouda und Edamer als Brotware verharrten bei Preisen von 3,15 bis 3,60 Euro pro Kilogramm.

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