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Weizenprognose Argentinien steigt: Chancen für Landwirte verbessern sich

Die Herausforderungen des neuen Jahres beginnen für Landwirte mit einer Vielzahl von Marktbewegungen. Im Bereich der Weizenmärkte zeigen sich die Preise volatil. Während die Weizenfutures an der Euronext leichte Verluste verzeichneten, bleibt die Nachfrage stabil. Der März-Kontrakt reduzierte sich um 0,50 € auf 189,25 €/t. Besonders bemerkenswert ist die Anhebung der Ernteprognosen in Argentinien, wo nun 27,8 Millionen Tonnen erwartet werden. Diese Zahlen übersteigen den bisherigen Rekord von 22,4 Millionen Tonnen deutlich.

Ölsaaten: Hoffnung auf Stabilität

Im Bereich der Ölsaaten, insbesondere beim Raps, sind die Marktentwicklungen ebenfalls von Unsicherheiten geprägt. Der Februar-Frontmonat schloss knapp über einem kürzlich erreichten Tiefpunkt bei 451,75 €/t. Trotz eines schwierigen Dezembers mit einem Rückgang von 6,2 % gibt es Hoffnung auf Stabilisierung. Die weltweiten Lagerbestände an Raps und Sojabohnen üben jedoch weiterhin Druck aus. Auch die ungewisse Kaufstrategie Chinas beeinflusst den Markt signifikant.

Maismärkte unter Druck

Der Maishandel steht zu Beginn des Jahres unter Druck. An der CBoT sanken die Preise für den März-Kontrakt um 2,75 Cent auf 4,37 US-$/bu. Die schwächeren Märkte für Sojabohnen und Weizen haben auch hier Einfluss genommen. Eine starke Exportnachfrage konnte die negativen Einflüsse jedoch teilweise abfedern.

Kartoffelmärkte stagnieren

Die Kartoffelmärkte zeigen zu Jahresbeginn kaum Bewegung. An der EEX in Leipzig blieben sowohl das Handelsvolumen als auch die Preisentwicklung unverändert. Der Frontmonat April 2026 wird mit 6,50 €/dt notiert. Die niedrigen Kassamarktpreise und das Überangebot erschweren eine positive Trendwende.

Milchprodukte: Pulver unter Druck

Im Bereich der Milchprodukte, insbesondere beim Magermilchpulver, zeigen sich Preisrückgänge deutlicher. Erstmals seit über fünf Jahren fiel ein Frontmonat unter die Marke von 2.000 €, genauer gesagt auf 1.995 €/t im Januar-Kontrakt an der EEX. Trotz eines insgesamt großen Milchangebots könnte hier möglicherweise ein Preistiefpunkt erreicht sein.

Für Landwirte bedeutet dies eine komplexe Gemengelage aus Herausforderungen und Chancen am Agrarmarkt, wobei strategische Anpassungen und genaue Marktbeobachtungen entscheidend bleiben.

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