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Weizenpreise steigen: Investoren zeigen neuen Optimismus

Inmitten von steigenden Rohölpreisen und globalen Unsicherheiten verzeichneten die Agrarmärkte unterschiedliche Entwicklungen. Während Raps und Mais trotz der Erhöhung der Rohölpreise Verluste hinnehmen mussten, zeigt sich bei Weizen eine vorsichtige Optimismuswelle unter den Investoren. Der Weizen-Future für Mai schloss an der Euronext mit einem Minus von 3,75 Euro auf 199,50 Euro pro Tonne. Auch an der Chicago Board of Trade (CBoT) sank der Preis um 5,75 Cent auf 5,68 US-Dollar je Scheffel (179 Euro pro Tonne). Dennoch wetten Investoren dort erstmals seit Juli 2024 wieder auf höhere Preise.

Ölsaatenmärkte unter Druck

Raps erlebte einen Rückgang beim Frontmonat Mai um 3,50 Euro und notierte bei 495,50 Euro pro Tonne. An der CBoT fiel die März-Bohne um 1,25 Cent auf 11,54 US-Dollar je Scheffel (369 Euro pro Tonne). Obwohl die Rohölpreise weiterhin steigen, sind die Ölsaatenmärkte vorsichtiger geworden. Die große globale Verfügbarkeit von Ölsaaten und die Auswirkungen des Nahostkonflikts dämpfen den Markt.

Maispreisrückgang trotz guter Exportnachfrage

Auch Mais-Futures verzeichneten an der CBoT einen Rückgang. Der am häufigsten gehandelte Mai-Termin fiel um 2,75 Cent auf 4,44 US-Dollar je Scheffel (150 Euro pro Tonne), während an der Euronext der Juni-Kontrakt um 1,25 Euro auf 200 Euro pro Tonne nachgab. Obwohl die steigenden Rohölpreise und ein schwächerer US-Dollar die Verluste in Chicago begrenzten, bleibt die Exportnachfrage für US-Mais robust.

Kartoffeln: Stabile Seitwärtsbewegung

Die Kartoffelmärkte zeigen aktuell eine stabile Seitwärtsbewegung ohne signifikante Umsätze. Der April-2026-Kontrakt notiert stabil bei über 3 Euro pro Dezitonne, während sich der April-2027-Kontrakt bei etwa 21 Euro pro Dezitonne hält. Die zurückhaltende Stimmung am Terminmarkt spiegelt sich auch im physischen Markt wider.

Anstieg bei Milchprodukten

Im Gegensatz dazu konnten Milchprodukte Preiszuwächse verzeichnen. Magermilchpulver stieg an der European Energy Exchange (EEX) weiter an; der September-Future notierte am Mittwoch bei 2.773 Euro pro Tonne – ein Zuwachs von 22 Euro im Vergleich zum Freitag zuvor. Auch die Butterpreise legten zu; der April-2026-Kontrakt stieg um 185 Euro auf 4.810 Euro pro Tonne. Diese Entwicklung wurde durch gesteigerte Erlöse bei einer Auktion sowie durch den schwächeren Euro unterstützt.

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