Anzeige
 

EU stoppt Handelsabkommen mit USA nach Zollurteil des Supreme Court

Nach einem wegweisenden Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA hat die Europäische Union beschlossen, die Ratifizierung eines Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten vorerst auszusetzen. Das Europäische Parlament hat signalisiert, dass es seine Arbeiten zur Umsetzung dieses Abkommens pausieren wird, um weitere Klarheit über das neue Zollprogramm der USA zu erhalten.

EU wartet auf Details zum US-Zollprogramm

In einer Sitzung sprachen sich zahlreiche Fraktionen des Europäischen Parlaments für eine Unterbrechung des Abkommensprozesses aus. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg will die EU zunächst genauere Informationen von den USA einholen, bevor über eine mögliche Abschaffung der EU-Zölle auf amerikanische Industrieprodukte entschieden wird.

US-Präsident Donald Trump hatte als Reaktion auf das Gerichtsurteil kurzfristige Sonderzölle in Höhe von 15 Prozent angekündigt. Diese Entscheidung folgte auf die teilweise Aufhebung seiner globalen Zölle durch den Supreme Court.

Zolländerungen und ihre Auswirkungen

Laut der US-Zollbehörde werden einige Zölle, basierend auf Notstandsbefugnissen, ab dem 24. Februar um Mitternacht Ortszeit nicht mehr erhoben. Diese Regelung betrifft Waren, die ab diesem Datum in die USA gebracht oder aus Zolllagern entnommen werden.

Indirekte Folgen für die Landwirtschaft

Für deutsche Agrar- und Lebensmittelprodukte sind die USA zwar ein attraktiver, jedoch relativ kleiner Markt. Bisher waren hauptsächlich Produkte wie Liköre, Wein, Süßwaren, Milchprodukte und Fleischwaren direkt von den Zöllen betroffen. Dennoch besteht ein größeres Risiko in einer möglichen Eskalation der Zollpolitik unter Trump, was auch zu Gegenzöllen oder Spannungen auf den globalen Märkten wie bei Soja und Mais führen könnte.

Die direkten finanziellen Belastungen durch diese Zollpolitik wurden von vielen landwirtschaftlichen Betrieben bisher als überschaubar eingestuft. Viel wichtiger sind für sie jedoch indirekte Auswirkungen über Verarbeiter, die Landtechnikbranche sowie Futter- und Rohstoffmärkte.

Weitere Nachrichten aus der Politik

EU stoppt Handelsabkommen mit USA nach Zollurteil des Supreme Court

Nach einem wegweisenden Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA hat die Europäische Union beschlossen, die Ratifizierung eines Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten...

CDU-Parteitag: Keine Mindestlohnpflicht für Erntehelfer beschlossen

Aktuelle Entscheidungen auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart könnten weitreichende Auswirkungen auf die deutsche Landwirtschaft haben. In den Diskussionen standen insbesondere der Mindestlohn...

Fleischbranche trifft Agrarminister: Krisengipfel zu Schweinepreisen

Die Schweinefleischbranche steht erneut im Fokus der Agrarpolitik, da die Preise für Schweinefleisch in den letzten Monaten dramatisch gesunken sind. Agrarminister Alois...

Steigender Mindestlohn gefährdet regionale Obst- und Gemüseproduktion

Die Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland stellt landwirtschaftliche Betriebe, insbesondere solche mit arbeitsintensiven Sonderkulturen, vor erhebliche Herausforderungen. Während der Mindestlohn ab 2026...

EU-Subventionen: Fleisch und Milch erhalten dreimal mehr als Pflanzen

Die Europäische Union steht in der Kritik, ihre Agrarsubventionen überwiegend in die Förderung tierischer Lebensmittel zu investieren, was den Klimawandel weiter anheizt....