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Lidl setzt auf vielfältiges Proteinangebot

Lidl Deutschland verstärkt seine Bemühungen, den Kunden eine vielseitige Auswahl an Proteinprodukten anzubieten. Das Unternehmen verfolgt dabei eine sogenannte Zweiwege-Strategie, die sowohl tierische als auch pflanzliche Proteine umfasst. Diese Maßnahme wurde von Jan Bock, stellvertretender Geschäftsleitungsvorsitzender der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, bei der Veranstaltung „Lidl im Dialog“ in Berlin vorgestellt.

Laut Bock zielt die Strategie darauf ab, den Konsumenten eine bewusste und nachhaltige Wahl zu ermöglichen. Der Discounter plant, sein Sortiment an pflanzlichen Proteinprodukten signifikant zu erweitern, um den Kunden mehr Vielfalt zu bieten. Gleichzeitig soll das Angebot an Fleischprodukten aus höheren Haltungsformen konsequent ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2025 strebt Lidl an, etwa 50 % seiner Fleischartikel auf die Haltungsformstufen 3 und 4 umzustellen.

Die Ausweitung des Angebots an hochwertigerem Fleisch steht jedoch auch vor Herausforderungen. Bock appellierte an die Politik, die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Landwirte die Produktion umstellen und Tierwohlställe neu- oder umbauen können. Nur so könne Lidl die Ware aus höheren Haltungsformen auch tatsächlich anbieten.

Parallel dazu betonte Dr. Christine Chemnitz, Direktorin des Thinktanks Agora Agrar, in einem Keynote-Vortrag die ökologischen Vorteile einer Reduktion des Konsums tierischer Produkte. Nach ihren Forschungen könnte eine solche Anpassung die globalen Treibhausgas-Emissionen um bis zu 60 % senken. Chemnitz schlug vor, die Landwirtschaft in die CO2-Bepreisung einzubeziehen, um nachhaltige Praktiken zu fördern und gleichzeitig die Einkommenssicherheit für Landwirte zu gewährleisten.

Lidl unterstreicht mit diesen Initiativen sein Engagement für eine nachhaltige und zukunftsfähige Lebensmittelversorgung. Das Unternehmen zeigt sich bereit, in Zusammenarbeit mit der Politik und der Landwirtschaft den Weg zu einer umweltfreundlicheren und verantwortungsvolleren Lebensmittelproduktion zu gehen.

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