Die niederländische Landwirtschaft steht 2025 vor der Herausforderung eines schrumpfenden Traktorenmarkts. Mit nur 2.205 neu zugelassenen Traktoren im vergangenen Jahr, die eine Motorleistung von mehr als 45 kW aufweisen, wurde der niedrigste Absatz der letzten vier Jahre verzeichnet. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der RDW und dem Branchenverband Fedecom hervor.
Entwicklung der Marktanteile
Trotz des Rückgangs auf dem Traktorenmarkt konnte Fendt seine Position als führender Anbieter behaupten. Im Jahr 2025 verkaufte das Unternehmen 494 neue Traktoren, was einem Marktanteil von über 22 % entspricht. Auf dem zweiten Rang folgt New Holland mit 427 Einheiten und einem Anteil von knapp über 19 %. Während Fendt seine Führung ausbaute, verlor John Deere erheblich an Boden. Die Marke verzeichnete einen Rückgang auf 331 Einheiten, wodurch ihr Marktanteil auf 15 % sank.
Positive Entwicklungen bei Deutz-Fahr
Interessanterweise konnte Deutz-Fahr als einzige Marke in einem rückläufigen Marktumfeld zulegen. Mit einer Steigerung auf 224 verkaufte Traktoren erhöhte sich der Marktanteil dieser Marke von 8,2 % auf 10,2 %. Diese Entwicklung zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten Wachstum möglich ist, wenn die richtige Strategie verfolgt wird.
Importe beleben den Gesamtmarkt
Der gesamte niederländische Traktorenmarkt umfasst durch den Import neuerer Modelle insgesamt 4.219 Einheiten. Besonders Fendt profitierte von dieser Entwicklung: Insgesamt wurden 811 Traktoren dieser Marke importiert. Damit erreichte Fendt einen beeindruckenden Gesamtmarktanteil von über 30 %, gefolgt von New Holland mit 17,1 %, John Deere mit 14,6 % und Case IH mit 10,5 %.
Herausforderungen und Chancen für Landwirte
Für Landwirte bedeutet diese Marktentwicklung sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Der Rückgang der Neuzulassungen weist auf eine mögliche Konsolidierung hin, bei der Effizienz und Kostenoptimierung stärker in den Fokus rücken könnten. Gleichzeitig eröffnen die Importe Optionen für den Erwerb modernerer Maschinen zu möglicherweise günstigeren Konditionen.
Das Agrarmagazin Boerderij berichtet über diese Entwicklungen und gibt einen umfassenden Überblick über die aktuelle Marktlage in den Niederlanden. Die Daten verdeutlichen die Dynamik innerhalb der Branche und unterstreichen die Notwendigkeit für Landwirte, ihre Investitionsentscheidungen sorgfältig zu prüfen.
