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Russland bleibt 2025/26 weltweit führend im Weizenexport

Russland bleibt auch in den kommenden Jahren ein dominanter Akteur im weltweiten Getreidehandel. Im Wirtschaftsjahr 2025/26 wird das Land voraussichtlich rund 89,5 Millionen Tonnen Weizen produzieren, was einer Steigerung von 7,9 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Menge liegt jedoch unter dem Rekordwert der Saison 2022/23, der bei 92 Millionen Tonnen lag.

Russlands Position im globalen Weizenmarkt

Laut Daten des US-Landwirtschaftsministeriums wird Russland rund 41,7 Millionen Tonnen Weizen im Inland verbrauchen und etwa 44 Millionen Tonnen exportieren. Damit stellt Russland etwa ein Fünftel der globalen Weizenausfuhren von 222 Millionen Tonnen. Diese Zahlen untermauern die Rolle Russlands als weltweit größter Weizenexporteur, noch vor der EU mit 31,5 Millionen Tonnen.

Bedeutung Russlands bei anderen Getreidearten

Neben Weizen ist Russland auch ein wichtiger Spieler auf dem Gerstenmarkt. Für die Saison 2025/26 wird eine Produktion von 19,4 Millionen Tonnen erwartet, von denen 14,8 Millionen Tonnen im Inland genutzt werden sollen. Der Export soll sich auf 4 Millionen Tonnen belaufen, was rund 12 % der weltweiten Gerstenausfuhren ausmacht. Australien und die EU liegen dabei mit ihren Ausfuhren vor Russland.

Bei Hafer sind die Zahlen deutlich kleiner. Die Produktion wird auf 3,8 Millionen Tonnen geschätzt, wovon 3,5 Millionen Tonnen im Inland bleiben sollen. Dennoch erreicht Russland mit Exporten von 300.000 Tonnen, einen Anteil von etwa 11 % am globalen Haferhandel und reiht sich hinter Kanada und Australien ein.

Eingeschränkte Bedeutung bei Mais und Roggen

Zwar produziert Russland etwa 14,5 Millionen Tonnen Mais in der genannten Periode, jedoch machen diese nur einen geringen Teil der weltweiten Produktion von über 1.296 Millionen Tonnen aus. Der Großteil des russischen Mais – rund 11,4 Millionen Tonnen – wird im Inland konsumiert; lediglich 3 Millionen Tonnen werden exportiert.

Anhand dieser Zahlen lässt sich erkennen, dass Russlands Einfluss auf den globalen Maismarkt mit einem Anteil von lediglich 1,5 % vergleichsweise gering ist. Im Bereich des Roggens sind sowohl Erzeugung als auch Handel zu vernachlässigen; hier liegt die Produktion bei nur 1 Million Tonne, wovon gerade einmal 30.000 Tonnen ausgeführt werden.

Trotz dieser Unterschiede bleibt festzuhalten: In Bezug auf einige zentrale Getreidearten wie Weizen und Gerste behält Russland eine signifikante Rolle im internationalen Handel bei.

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