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USDA-Prognose: Milchproduktion in EU sinkt, USA wächst bis 2026

Die weltweite Milchproduktion wird laut dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA) im Jahr 2026 voraussichtlich leicht ansteigen, obwohl regionale Unterschiede bestehen bleiben. Während in einigen Ländern wie den USA und Australien Produktionszuwächse erwartet werden, sieht die Prognose für die Europäische Union eher düster aus.

Erwartete Entwicklungen in der EU-Milchproduktion

Für die EU rechnet das USDA mit einem erneuten Rückgang der Milcherzeugung um etwa 700.000 Tonnen auf insgesamt 144,80 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Die Reduzierung der Milchkuhbestände wird als Hauptursache genannt. Trotz Effizienzsteigerungen und höherer Milchleistungen je Kuh ist dies nicht ausreichend, um die Verluste auszugleichen. Aufgrund dieser Situation könnten europäische Molkereien verstärkt auf hochwertige Produkte wie Käse setzen.

Umweltauflagen und andere Herausforderungen

Die EU-Milchproduzenten stehen weiterhin unter Druck durch strenge Umweltauflagen, darunter CO₂-Abgaben und Naturschutzvorgaben in verschiedenen Mitgliedsstaaten wie Dänemark und Deutschland. Auch Tierseuchen wie die Blauzungenkrankheit stellen eine zusätzliche Belastung dar. Diese Faktoren tragen zu einem andauernden Strukturwandel bei, der durch Nachwuchsmangel weiter verschärft wird.

Starke Produktionserweiterungen in den USA

Im Gegensatz zur EU erwarten die USA ein signifikantes Wachstum ihrer Milchproduktion um 1,23 Millionen Tonnen auf insgesamt 106,19 Millionen Tonnen. Dies ist vor allem auf geplante Herdenvergrößerungen zurückzuführen, um die Kapazitäten neu errichteter Verarbeitungsanlagen auszulasten. Die steigende Nachfrage nach Käse und anderen Milchprodukten treibt diese Entwicklung voran.

Zuwächse in Argentinien und Australien

Argentinien könnte ebenfalls von einer Produktionssteigerung profitieren, mit einem erwarteten Anstieg von 460.000 Tonnen auf einen Rekordwert von 11,95 Millionen Tonnen. Gute Weidebedingungen und niedrige Futtermittelpreise fördern diesen Trend. Auch Australien könnte seine Produktion um etwa 150.000 Tonnen erhöhen, wobei stabile Milchpreise Anreize für eine Bestandsaufstockung schaffen.

Marktentwicklungen für Milcherzeuger

An der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig zeigen Butterfutures eine leichte Erholung der Kurse im Jahr 2026 an, obwohl sie von einem niedrigen Niveau starten. Der vom Kieler Institut für Ernährungswirtschaft berechnete Börsenmilchwert bietet deutschen Landwirten einen wichtigen Orientierungspunkt. Im Januar 2026 soll dieser bei durchschnittlich 31,6 Cent pro Kilogramm liegen, mit einem weiteren Anstieg bis Dezember auf 37,8 Cent pro Kilogramm.

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